Samstag, 15. Juli 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank - 4.1 - Noch Sommer oder schon Herbst?

Ihr kennt schon die Regeln. Kaum ist eine Runde beendet beginnt wieder eine neue. Die Aktion "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" läuft sozusagen das ganze Jahr über in einer Dauerschleife. Das Bergfest haben wir hinter uns. Drei Runden, in denen ganz tolle Sachen entstanden sind - hier zu sehen Finale =>1. Runde, =>2. Runde, =>3.Runde -, sind abgeschlossen. Für mich war bis jetzt jeder Durchgang spannend und auch immer ein wenig herausfordernd, besonders in zeitlicher Hinsicht ;). Für die zweite Hälfte erhoffen Monika und ich uns, dass das Interesse an der Aktion bestehen bleibt und hoffen natürlich auf viele MitstreiterInnen. Spaß an der Sache und ein bisschen Experimentierfreude, mehr braucht man nicht um mitzumachen.

Kommen wir jetzt zu meinen Plänen. Die Zeitspanne dieser Runde finde ich ein wenig schwierig. Im Moment haben wir noch Hochsommer aber in 6 Wochen, zum Zeitpunkt der Präsentation, wird man vermutlich bereits den Herbstbeginn in der Luft spüren und ich überlege, ob es sich noch lohnt etwas für den Sommer zu nähen, oder ob man lieber schon ein Herbstprojekt ins Auge fassen soll. Auf jeden Fall will ich weiterhin irgendetwas realisieren, was schon lange auf meiner Näh-Wunschliste steht und wofür größtenteils Material schon vorhanden ist. Ich habe in meinen Stoffvorräten ein wenig gekramt und folgendes herausgeholt:

//wollweißen Viskose-Crêpe und dazu mit Pailletten besetzte Spitzte in leuchtend gelber Farbe

für
Inspiration: Christian Dior Resort 2014 Look 29


//gemusterten Polyester Satin und weißen Stretchstoff aus Viskose-Polyester-Mischung

für
Inspiration: Dolce & Gabbana FS 2014 Look 1


// Schwarz-gelben Hahnentritt aus Wolle und Viskose-Musselin mit Jugendstil Muster

für
Inspiration : Miu Miu HW 2012 Look 16

So sehen also meine Pläne aus. Ich bin sehr gespannt, was Monika diesmal machen möchte und wer sonst noch in dieser Runde dabei ist (das Link-Up-Tool gibt es wieder bei Monika).

Ich bin noch ganz unentschlossen, was ich realisieren werde. Die Miu Miu Jacke mit der Pelerine finde ich ganz schön, aber irgendwie ist mir im noch nicht nach Herbst. Für das Dolce & Gabbana Kleid habe ich den Stoff und alle Zutaten, der Schnitt ist auch nicht besonders kompliziert. Das wäre wahrscheinlich ein relativ schnelles Projekt. Das Dior Kleid würde bestimmt mehr Zeit in Anspruch nehmen, vor allem weil ich noch unschlüssig bin, ob ich die Blume überhaupt machen möchte und wenn ja, wie.

Was meint ihr, soll ich nähen? Was wäre euer Favorit?

Hier nochmal alle Termine der 4. Runde im Überblick
Sa. 15.07. Inspirationen
Mo. 31.07. Zwischenstandsbericht
Do 31.08. Ab­schluss­prä­sen­ta­ti­on

Hier findet ihr alle Informationen zu der Aktion

Mittwoch, 5. Juli 2017

MMM - Vom Laufsteg in den Koffer ;)

Am letzten Wochenende habe ich das Kleid beendet, das eigentlich schon für Freitag, für das Finale der 3. Runde der Aktion "Vom Laufsteg in der Kleiderschrank" fertig seien sollte. Hier ist nochmal meine Inspiration.


Ich träumte von diesem Kleid seit ich es zum ersten Mal auf dem Laufsteg der Dior F/S Kollektion 2014 entdeckt habe. Die Aktion "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" habe ich jetzt zum Anlass genommen, um mich endlich an diesem nicht ganz so einfachen Schnitt zu versuchen und eigentlich lief alles besser als gedacht.

Wer mag, findet =>hier mehr Informationen über die Konstruktion des Kleides und =>hier kann man mehr über meine ersten Versuche erfahren. In dem Post vom letzten Freitag gibt es auch einige work-in-progress Fotos. Nachdem das Probekleid genäht war, hat mich am meisten der Zuschnitt aufgehalten. Ich hätte das Kleid lieber aus einem anderen Stoff genäht, leider hat er nicht ausgereicht. Am langweiligsten war der letzte Schritt, das Annähen der 32 Knöpfe. Alles andere hat mir richtig Spaß gemacht, nicht zuletzt auch deswegen, weil das Projekt anspruchsvoll war und herausgekommen ist genau das, was ich mir vorgestellt habe.

Das Kleid ist das erste Stück einer geplanten selbstgenähten Garderobe, die mich in meinen nächsten Urlaub begleiten soll. Wie wunderbar sich mit selbstgenähter Kleidung reisen lässt, hat Mema schon drei Jahre nacheinander bewiesen (hier die Berichte vom 2015, 2016 und 2017). Auch Susis (allewünschewerdenwahr) Bilder vom Campingurlaub in Botswana machen richtig Lust auf selbstgenähte Urlaubskleidung. Der akuter Wunsch nach einer Urlaubskleidung ist bei mir durch die Recherche zu dem Dior Kleid entstanden. Aber bevor ich weiter erzähle, noch ein paar Fotos von dem bereits fertigen Dior inspirierten Kleid.








Bei der Recherche zu dem Kleid, habe ich zufällig herausgefunden, dass Maison Dior für den Film "A Bigger Splash" mit dem Regisseur Luca Guadagnino zusammengearbeitet hat. In dem Film trägt die Schauspielerin Tilda Swinton, die einen berühmten Rockstar spielt, der sich nach Stimmbänder-Problemen auf der italienischen Insel Pantelleria erholt, fast ausschließlich Dior. Überwiegend Sachen aus der F/S- und Resort-Kollektion von 2014. Unter anderem auch das im Rücken geknotete Kleid. Selbstverständlich musste ich den Film sehen und bin seitdem von der Garderobe, die Swinton in dem Film trägt regelrecht besessen und das obwohl ich in diesem Jahr keine großen Urlaubspläne habe.

Aber wenn ich das nächste Mal für den Urlaub packe, weiß ich schon ganz genau, was in den Koffer soll:


ein Knotenkleid (bereits fertig)


ein wollweißer Jumpsuit


eine Bluse (eigentlich ist es ein Body) mit Wasserfallausschnitt im Rücken und ein Tellerrock


ein gestreiftes Baumwollkleid mit interessant drapiertem Vorderteil (eventuell ebenso Knoten)


ein gestreiftes, lockersitzendes Maxi-Wickelkleid


ein Badeanzug (große Herausforderung für mich)


ein Kleid mit Karomuster und weitem Rock

Es gibt noch weitere tolle Outfits in dem Film: einen Kaftan, ein Jeanshemd, Shorts... der Film liefert eine großartige Sommerstyle Inspiration. Kurz habe ich sogar überlegt bei dem gerade laufenden Film und Serien Sewalong mitzumachen, dann jedoch schnell eingesehen, dass das nicht machbar ist. In letzter Zeit hatte ich schon Schwierigkeiten mit den "Von Laufsteg in den Kleiderschrank" Terminen. Ich werde in meinem eigenen Tempo an der Reisekleidung arbeiten und möchte mit diesem Post eine neue Reihe in meinem Blog starten. Nähen für den Urlaub. Das nächste Kleidungsstück, das ich realisieren werde ist der wollweiße Jumpsuit. Gerade habe ich den perfekten Stoff dafür gefunden.

Die Ferienzeit hat begonnen. Auf dem MeMadeMittwoch Blog dreht sich heute alles um das Thema "Ich packe meinen Koffer" und ich bin sehr gespannt welche Kleidung am liebsten in die Ferien eingepackt wird. Auf jeden Fall wünsche ich allen eine wundervolle Sommerzeit!

Freitag, 30. Juni 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank - 3.3 - Noch an der Nähmaschine

Ich heiße Yvonne und mein Zeitmanagement ist wie immer katastrophal. Heute geht die 3. "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" - Runde zu Ende und ich sitze noch an der Nähmaschine.


Das ist mir jetzt ein bisschen peinlich und obwohl meine Freizeit zurzeit wirklich spärlich ist und ich an dieser Stelle einige plausible Gründe aufzählen könnte, warum ich nicht rechtzeitig fertig geworden bin, bin ich mir trotzdem sicher, dass es im Laufe des letzten Monats hier und da ein paar freie Stunden gab, die am Ende gefehlt haben um das Kleid heute fertig präsentieren zu können.

Früher beginnen, konzentrierter arbeiten und nicht immer wieder zwischendurch Zeit im Internet vertrödeln, nicht stundenlang versuchen das Kleid aus einem anderen Stoff zuschneiden zu wollen, obwohl sich von Anfang an angezeichnet hat, dass es nicht genug von dem Stoff da ist... Nun ist es aber leider so. Das Kleid ist fast, aber eben nicht ganz fertig ist. Es fehlen: der Kragen, die Manschetten, der Saum und nicht zuletzt ungefähr 30 Knopflöcher samt Knöpfe und da ich befürchtete, dass eine eingelegte Nachtschicht es nicht retten würde, gibt es heute nur Bilder von der Anprobe.






Ich verspreche, dass ich das Kleid schnellstmöglich beenden werde und da die Verlinkungsmöglichkeit einige Tage bestehen bleibt, werde ich es hier noch verlinken. Vorweg möchte ich schon mal sagen, dass ich mit dem bisherigen Ergebnis sehr zufrieden bin. Es mag vielleicht ein bisschen paradox klingen, aber es hat mir großen Spaß gemacht an dem Kleid zu arbeiten. Der gewählte Burdaschnitt, war ein großer Glücksgriff und auch die Konstruktion des Knotens hat fast auf Anhieb funktioniert. Ich hatte keine Nähanleitung und musste mir einiges selbst überlegen und mit jeder Naht wuchs meine Begeisterung für die Einfachheit und gleichzeitige Raffinesse des Schnitts. Schon jetzt bin ich fest davon überzeugt, dass ich es lieben werde, dieses Kleid zu tragen.

Es war wieder eine Runde mit ==>interessanten Ideen (1.Termin), ==>spannenden Entwicklungen (2.Termin) und jetzt zusammen mit Monika freuen wir uns auf das Finale. Vorhang auf!




Die nächste, bereits 4. Runde beginnt am 15.07. und wird wieder von Monika angeführt. Habt ihr Lust mitzumachen?! Es wäre schön, wenn wir uns zahlreich wieder treffen würden.

Hier nochmal alle Termine der 4. Runde im Überblick
Sa. 15.07. Inspirationen
Mo. 31.07. Zwischenstandsbericht
Do 31.08. Ab­schluss­prä­sen­ta­ti­on

Hier findet ihr alle Informationen zu der Aktion

Mittwoch, 31. Mai 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank - 3.2 - Das Probeteil ist fertig

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank, 3. Runde, 2. Treffen. Zeit für die ersten Resultate und ich bin unglaublich gespannt auf eure Berichte. Ich habe mir in dieser Runde vorgenommen ein Dior inspiriertes Kleid zu nähen und ich bin tatsächlich ein kleines Stück weitergekommen.


Ausgerüstet mit zwei Schnittkonstruktionsbüchern, einigen Burdas und einem Vogue Einzelschnitt habe ich ganz motiviert angefangen. Würde ich mich strikt an die Anweisungen des Atelier Artikels halten wollen, müsste ich mit dem Erstellen eines Grundschnitts für ein Kleid beginnen. Diese Vorgehensweise hätte auf jede Fall den Vorteil, dass ich endlich einen Grundschnitt besitzen würde. Anderseits würde mich dieser Weg deutlich mehr Zeit kosten, da ein Grundschnitt erstmal getestet werden müsste, bevor ich mit der Konstruktion des eigentlichen Kleides beginnen könnte. Die Mehrarbeit wollte ich nicht. Ich brannte schon darauf zu erfahren, ob das geknotete Rückenteil gelingt und wie es aussehen wird und wollte nicht erstmal Stunden mit der Konstruktion des Grundschnitts verbringen. Ich wählte einen anderen Weg. Ich suchte in meinen Burdas nach einem Schnitt, den ich als Grundlage nehmen könnte. Wie erwartet fand ich einige Hemdblusenkleiderschnitte, wovon ich mir zwei genauer anschaute.



Die Fotos, wie fast immer über den Schnitt und die Passform wenig sagend. Die technischen Zeichnungen und die Abbildungen der einzelnen Schnittteile sind schon hilfreicher und verraten deutlich mehr, alles klären sie trotzdem nicht. Ich habe beide Schnittmuster an einigen Stellen ausgemessen und da wurden die Unterschiede erst deutlich. Das Kleid rechts ist deutlich weiter geschnitten. Der Ärmel ist dagegen um einiges schmaler, was bei identischer Ärmelkugelhöhe einen kleineren Armausschnitt bedeutet. Man kann sich vorstellen, dass angezogen die beiden Kleider anders aussehen würden. Von den Proportionen gefiel mir das Kleid links deutlich besser und auch die Maße glichen denen des Basisschnittes in dem Artikel, der die Konstruktion des Dior Kleides erklärt, erstaunlicherweise glücklicherweise ziemlich genau.

Um das gewünschte Ergebnis zu erhalten habe ich das Burda Style Schnittmuster wie folgt abgeändert: (1) Das Vorderteil spiegelte ich an der vorderen Mittellinie und taillierte es ein wenig. (2) Die Ärmel habe ich ohne Änderungen übernommen. (3) Das Rückenteil habe ich versucht, ausgehend von dem Burda Schnittteil, das ich zuvor ebenso ein wenig taillierte, wie in dem Atelier Artikel beschrieben, neu zu konstruieren.


Das genähte Probeteil sieht so aus:


Bei der ersten Anprobe stellte ich fest, dass die Taille zwar passte aber in der Richtung, die ich auf dem Foto unten mit den grauen gestrichelten Linien markiert habe, das Kleid sozusagen zu lang war.


Die einzige Lösung, die ich sah, damit das Kleid im Rücken besser liegt, war in der ursprünglichen Taille - die Linie AB in der Konstruktionszeichnung oben - eine Naht hinzufügen, an der ich das Zuviel der Länge wegnehmen konnte. Bei dem Probeteil hat das gut funktioniert und viel gebracht. Ich hoffe, dass diese Lösung auch funktionieren wird, wenn ich das Kleid aus dem richtigen Stoff nähe.

Nur welcher der richtige Stoff sein wird, weiß ich noch nicht. Die ganze Zeit habe ich an den ersten Stoff von links gedacht, der wird aber leider nicht reichen. Ich habe noch zwei weitere Stoffe im Vorrat und bin noch unentschieden.


Von mir ist das alles und ich hoffe, ich habe euch mit meiner langen Ausführung nicht zur Tode gelangweilt.

Nun seid Ihr dran! Her mit euren Ideen, ersten Zwischenständen, Planänderungen... Monika und ich warten schon gespannt!






Termine 3. Runde:
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Mi. 31.05. Zwischenstandsbericht
Fr. 30.06. Ab­schluss­prä­sen­ta­ti­on

Montag, 15. Mai 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank - 3.1 - Wieder eine Inspiration aus dem Hause Dior

Ich hoffe ihr seid noch nicht "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" müde. Heute beginnt die dritte Runde und da wir uns mit Monika immer abwechseln, bin ich in dieser Runde wieder die Gastgeberin und fände es natürlich schön, euch wieder zahlreich begrüßen zu dürfen.

Nachdem ich in der letzten Runde ganz viel geplant habe und später dann die Pläne heftig nach unten korrigieren musste, will ich jetzt bescheidener sein und mich auf ein Projekt konzentrieren.

Übersicht
links meine Stoffwahl, rechts im Bild die Inspiration

Detail
links meine Stoffwahl, rechts im Bild die Inspiration

Schon vor drei Jahren träumte ich von diesem Kleid aus der damals aktuellen F/S Kollektion von Dior. An dem Kleid begeisterte mich besonders die Hinteransicht. Gleichzeitig aber, war das geknotete Rückenteil die größte Herausforderung für mich und der Grund, warum ich mich an das Nähen des Kleides nicht gewagt habe.

Wahrscheinlich würde ich weiterhin von dem Kleid nur träumen, wenn ich nicht vor einiger Zeit ganz zufällig auf der russischen Burdaseite auf ein Kleid von AnutaZ gestoßen wäre, das dem Dior Kleid verblüffend ähnlich sah. Aus dem Text, den sie dazu geschrieben hat, konnte ich nur soviel herausbekommen, dass in irgendeiner Oktoberausgabe einer Zeitschrift, die "Atelier" heissen sollte, irgendetwas zu dem Dior Kleid stand.

Da ich von "Atelier" bis dahin noch nie gehört hatte, fing ich an zu recherchieren und konnte rausfinden, dass "Atelier" die russische Ausgabe der deutschen Fachzeitschrift "Rundschau" ist. "Rundschau" wird von der Verlagsgruppe Ebner Ulm herausgebracht und beschäftigt sich mit Schnitttechnik nach M. Müller & Sohn, Verarbeitung sowie Mode und Design in den Bereichen Damen- Herren- und Kinderoberbekleidung. Die russische Zeitschrift ist allerdings eine selbständige Publikation mit eigenen Themen. Wie umfangreich der Artikel zu dem Diorkleid in der Printausgabe war, kann ich nicht sagen, ich fand jedoch eine Onlineversion des Artikels, die ausführlich genug ist und in der die Konstruktion des Kleides genau erklärt wird. Damit ihr eine Vorstellung habt wovon ich überhaupt spreche, erlaube ich mir, drei Bilder aus dem Artikel hier zu zeigen.

Basisschnitt (Bildquelle: modanews.ru)

Schnittentwicklung - Schritt 1 (Bildquelle: modanews.ru)

Schnittentwicklung - Rückenteil (Bildquelle: modanews.ru)

Die Maße sind zwar nicht genau die meinen, aber ich hoffe, dass ich anhand der Informationen es schaffen werde, für mich passenden Schnitt zu konstruieren. Auf jeden Fall werde ich erstmal ein Probeteil aus Nesselstoff nähen. So weit zu mir...

...und welche Pläne für die 3. Runde habt ihr?






Termine 3. Runde:
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Mo. 15.05. Inspirationen
Mi. 31.05. Zwischenstandsbericht
Fr. 30.06. Ab­schluss­prä­sen­ta­ti­on

Mittwoch, 10. Mai 2017

MMM, Blumen, Erdbeeren und ein neues Lieblingskleid


Auch wenn es sehr passend wäre, konnte ich an dem Mottotag letze Woche das Blumenkleid nicht zeigen, weil es vor einer Woche schlicht und einfach das Kleid noch nicht gab. Die Aktion "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank", die Monika und ich seit Anfang des Jahres betreuen, macht mir sehr viel Spaß, - und ich freue mich schon auf die nächste Runde, die am 15.05. startet - aber das Nähen ist meistens mit mehr Überlegung, Anpassung der Schnittmuster und im Allgemeinen mit mehr Aufwand verbunden. Nachdem die zweite Runde abgeschlossen war, verspürte ich plötzlich große Lust auf ein unkompliziertes Projekt und griff zu einem Schnittmuster aus La Maison Victor.

Ich mag LMV-Schnitte sehr und ich habe schon einige genäht. Im Blog habe ich bereits die Hose Milly, die Kleider Hanna, May und Ivy die Bluse Pam, und das Männerhemd Cliff vorgestellt und auf dem Instagram zeigte ich das Kleid Kyoto und drei Kinderschnitte: das Kleid Lucy und die Weste Indiana und die Babyhose Dalton.

Diesmal fiel meine Wahl auf das Kleid Lora aus der Ausgabe 5/2015. Das Schnittmuster stand schon lange auf meiner Nähliste aber Ninas graue und rote Version brachte Lora sofort auf die Listenspitze. Ein geeigneter Stoff fand sich glücklicherweise in meinem Stofflager und nach zwei Nähabenden war das Kleid fertig. Ich glaube, das war mein schnellstes Nähprojekt. Das ist zum einen dem Stoff zu verdanken, einem sehr dehnbarem Baumwolljacquard, der sich sehr gut nähte und keine große Passformanpassungen erforderte. Trotz der körpernahen Form des Kleides, ist der Stoff so stretchig, dass ich sogar auf den Reißverschluss verzichten konnte. Zum anderen profitierte ich enorm von den Erfahrungen anderer. Schon vor langer Zeit probierte Susanne diesen Schnitt aus und stellte fest, dass der Rock des Kleides sehr klein ausfällt. So schnitt ich das Kleid mit größeren seitlichen Nahtzugaben zu und konnte es dann leicht an der Seitenlinie anpassen. Obwohl die Schnittmusterbögen von LMV nicht zu den übersichtlichsten gehören, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich beim Abpausen keinen Fehler gemacht habe. Trotzdem waren die Rockteile, nachdem man sie in Falten gelegt hat, an den Seiten um ca. 1cm schmaler als die entsprechenden Oberteile. Hier ist also Vorsicht geboten. Ansonsten habe ich keine weiteren Kritikpunkte. Die Taschen sind vielleicht einen Ticken zu klein, darüber hat auch schon Katharina geklagt, dafür sind sie sehr interessant konstruiert und liegen sehr schön - keine Selbstverständlichkeit bei seitlichen Eingriffstaschen dieser Art.

Das schöne Wetter am Wochenende nutzte ich sofort um das Kleid zum ersten Mal auszuführen und was soll ich sagen, ich liebe es schon jetzt. Es ist bequem wie ein Pyjama und hat großes Potential, ein regelrechter Dauerrenner zu werden. Zusammen mit meinem Mann haben wir einen schönen Spaziergang zu Erdbeerfeldern unternommen und nachdem uns drei wildgepflügten Erdbeeren geschmacklich sehr überzeugt haben, sind wir nach Hause mit einem Kilo leckersten, süßen Erdbeeren zurückgekehrt. Das war ein sehr schöner Tag und ich bin meinem Mann sehr dankbar dafür, dass er immer gerne meine neusten Näherzeugnisse fotografiert.








Es ist schön heute wieder alle MeMadeMittwoch Teilnehmerinnen begrüßen zu können und dort mein neustes Kleid vorzustellen. Dort stellt auch die heutige Gastgeberin Nina ein neues Kleid eines kleinen französischen mir bis jetzt unbekannten Labels. Wer weiß, vielleicht mein nächstes Lieblingskleid...