Montag, 30. Juli 2018

Zurück im Online-Leben

Nach einer längeren Blogpause melde ich mich wieder zu Wort. Ich habe beschlossen nicht über die Grunde meiner Online-Abwesenheit zu schreiben. Sie sind für das Thema meines Blogs nicht relevant. Es ist normal, dass es im Leben eines Hobby-Bloggers immer wieder mal Zeitabschnitte gibt, in denen man privat oder beruflich stärker gefordert wird und für ein Hobby keine bzw. sehr wenig Zeit übrig bleibt. Tatsache ist, dass hinter mir anstrengende Monate liegen und ich mich immer noch ein wenig kraftlos fühle. Die Freude am Kleidermachen habe ich nicht verloren, aber die Bloggerroutine ist irgendwie weg. Vielleicht liegt es auch ein bisschen am allgemeinen Trend. Da wo ich früher gerne gelesen habe, wird kaum noch was geschrieben. Die Kennzeichnungspflicht von Werbung, neue Datenschutz-Grundverordnung, immer stärkere Instagram-Nutzung... Sind das die Gründe warum sich die Nähblogger im deutschsprachigen Raum so sehr zurückgezogen haben? Ich bedauere die Entwicklung sehr und will eigentlich nicht diesem Trend folgen. Die nächste Zeit wird zeigen, ob ich ins Bloggerleben noch zurückfinden werde.

Heute möchte ich mit einem kleinen und absolut nicht wetterkonformen Rückblick beginnen und zeigen was in der Zeit, in der ich nichts geschrieben habe, entstanden ist.



~~~~ Kleid Grace, La Maison Victor 4/2014 ~~~~


✂ Das Kleid Grace aus La Maison Victor 4/2014 habe ich noch vor Ostern genäht. Diese Ausgabe des Magazins gab es nur auf holländisch und französisch zu kaufen. Ich habe die französische Version direkt beim Herausgeber bestellt. Leider ist sie dort mittlerweile ausverkauft. Der Stoff lag schon länger in meinem Stofflager und wurde jetzt endlich verarbeitet. Bei der Schnittwahl hat mir euer Voting auf Instagram sehr geholfen. Herausgekommen ist ein perfektes Übergangskleid, das ich im Frühjahr viel getragen habe.

~~~~ Stella Shirt Dress, Named ~~~~


✂ Das nächste Projekt war das Stella Shirt Dress von Named. Obwohl ich für das Kleid eine sehr dünne Viskose genommen habe, habe ich es genäht als es draußen noch sehr kalt war. Den Schnitt mag ich sehr. Die weiten Raglanärmel und ein Gummizug in der Taille engen nicht ein und das Kleid trägt sich ganz bequem.

~~~~ Lempi Button Down Dress, Named ~~~~


✂ Nach der Stella gab es eine längere Nähpause. Das erste Projekt danach war wieder ein Named Schnitt. Diesmal das Lempi Button Down Dress aus der Evolution Theory Kollektion vom Herbst/Winter 2016. Genäht habe ich das Kleid aus dünnem Viskose-Woll-Crêpe in Schwarz. Der Schnitt gefällt mir sehr und ich möchte ihn unbedingt noch in einer anderen Farbe nähen. Im Vorrat habe ich dünnen, blassgrünen Leinenstoff, der sich vielleicht ganz gut eignen würde. Auch eine gemusterte Version könnte ich mir gut vorstellen.

~~~~ Kleid Wanda, La Maison Victor 5/2016 ~~~~


✂ Das letzte Kleid, das ich heute zeige, ist vor nicht allzu langer Zeit entstanden. Ich wurde von Bele->belekeck und Susi->alle-wuensche-werden-wahr zum gemeinsamen Nähen eingeladen. Es war ein toller und für mich auch ungewöhnlich produktiver Tag, der mir herrliche Stunden mit Nähfreundinnen und ein schönes Kleid beschert hat. Entstanden ist das Kleid Wanda aus La Maison Victor 5/2016. Interessanter Schnitt, bei dem ich jedoch ein wenig Bedenken hatte. Die breiten und langen Bindebänder, die um die Taille gewickelt werden, zaubern keine Wespentaille. Ich bin aber zufrieden. Mit einem kleinen Trick habe ich erreicht, dass sich die Bänder schön um die Taille legen. Dazu aber ein anderes Mal mehr.

In meiner Nähecke liegen noch drei weitere fast fertige Kleidungsstücke, alles Named Schnitte, ein zugeschnittenes Burda Kleid und ein halb fertiges Kleid, das ich wieder nach einer Designervorlage nähe. Bis auf ein Kleid, alles deutlich sommerlichere Kleidungsstücke wenn auch nichts, was für die momentan draussen herrschende Temperaturen vorbehaltslos geeignet wäre.

Als nächstes möchte ich aber den neuen Jumpsuit vorstellen, den kann man nämlich auch bei der jetzigen Hitze tragen. 😅

Mittwoch, 7. März 2018

MMM - Agate Pencil Dress - von Enttäuschung bis zu großer Begeisterung

Ich bin ein großer Fan des kleinen, finnischen Indi-Schnittmusterlabels Named. Das mag vielleicht auf den ersten Blick nicht ganz ersichtlich sein, denn in meinem Blog gibt es - den heutigen nicht eingerechnet - nur drei Posts mit dem Tag "Named" und ich selbst staunte unglaublich, als mir klar wurde, dass ich bis jetzt tatsächlich nur drei Named Schnitte genäht habe. Ich besitze nämlich sehr, sehr, sehr viele Schnittmuster von Named - ich schätze, 70-80% jeder Kollektion befindet sich in meinem Besitz. Auch die letzte Winterkollektion "Earth Science" habe ich sofort ins Herz geschlossen. Die Schnitte wie immer interessant, gut durchdacht und mit Liebe zum Detail entwickelt.

Heute möchte ich das Agate Pencil Dress zeigen, ein figurenbetonter Schnitt mit Kimonoärmeln. Dem Kleid sieht man gar nicht mehr an, dass es mich beim Nähen den letzten Nerv gekostet hat.




Das Agate Pencil Dress war eins der Kleider aus dieser Kollektion, das ich unbedingt nähen wollte. Natürlich am liebsten zweifarbig, um die besonderen Schnittlinien des Kleides richtig zur Geltung zu bringen. Bei jeder Gelegenheit habe ich Ausschau nach passendem Stoff oder passenden Stoffen gehalten, aber lange nichts gefunden. Bis es mich irgendwann im Oktober ganz zufällig in die Stoffabteilung von Karstadt verschlagen hat. Ich war sehr überrascht wieviele schöne Stoffe es dort gab. Ich hätte wirklich ganz viel nach Hause mitnehmen können, habe mich aber glücklicherweise auf drei Stoffe begrenzt. Einer wartet noch auf seine Bestimmung, einen habe ich in der letzten Runde der Aktion "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" zu einem Kleid verarbeitet und der dritte war von Anfang an für das Agate Kleid vorgesehen.



Ein sehr elastischer Baumwoll-Jacquard mit zwei "guten" Seiten. Volltreffer. Dass er vermutlich nicht weichfallend genug für diesen Schnitt war, habe ich erfolgreich verdrängt. Am nächsten freien Wochenende habe ich mich direkt ans Nähen gemacht. Schnitt kopiert, zugeschnitten und alles mit dem Heftstich der Nähmaschine zusammengenäht. Dann die erste Anprobe. Die finde ich immer besonders spannend. Glückstreffer oder Niete - alles ist offen. Leider fiel Agate in die zweite Kategorie. Das Ergebnis war sehr enttäuschend. Alles irgendwie zu groß. Besonders störend fand ich, dass vorne um dem Bauch herum zu viel Stoff war und das vordere Mittelteil stand ab, als würde sich bei dem Kleid um ein Modell für Schwangere handeln. Fairerweise muss ich zugeben, dass der Fehler weniger dem Schnitt, als vermutlich einer sehr unglücklichen Kombination aus falschem Stoff  und meiner Figur anzurechnen war. Diese Tatsache war mir aber kein Trost. Ich war frustriert, hatte keine Idee, wie ich den Stoffüberschuss an dieser Stelle wegbekommen soll und keine Lust mehr das Kleid weiter zu nähen. Die folgenden Wochen hängte es an der Garderobe und wurde sich wahrscheinlich noch immer dort befinden, wenn nicht während der AnNÄHerung in Bielefeld Claudia das Kleid anhaben würde. Sie sah toll in dem Kleid aus, und ihr Stoff war von der Beschaffenheit wirklich ganz ähnlich wie meiner. Sie hat ihrem Kleid eine Naht in der Taille spendiert und ich dachte mir sofort, dass das vielleicht auch eine Lösung für mich sein könnte.

Wieder zu Hause habe ich dann kurz entschlossen an einem Abend zur Schere gegriffen und das Kleid in der Taille durchgeschnitten. Jetzt konnte ich ähnlich einer Hohlkreuz Anpassung den überschüssigen Stoff vorne in der Taille wegnehmen. Dann habe ich das Kleid in der Schulter noch ein wenig enger gemacht und auch an der Seitennaht ein bisschen angepasst und schon passte es ganz gut. Das ordentliche Bügeln am Schluss hat sein übriges getan. Aus dem ursprünglichen Desaster ist ein schön anliegendes und Dank Elasthan auch sehr bequemes Kleid geworden. 


Es ist schon wieder auf den letzten Drücker, trotzdem freue ich mich sehr, dass ich es noch schaffe an dem März-MeMadeMittwoch teilzunehmen.


Donnerstag, 22. Februar 2018

Schluppe, Rüschen und ein witziges Katzenmuster

Seit einiger Zeit schon mache ich mir Gedanken darüber, dass ich deutlich mehr Unis brauche um ein wenig Ruhe in meinen sehr bunten Kleiderschrank zu bringen. Es ist nicht so, dass mir die Sachen, die ich habe, nicht gefallen. Eigentlich mag ich sogar fast jedes, meiner wild gemusterten Stücke. Nur eines sind sie wirklich nicht - kombinierfreudig. Da hängen Mäntel im Schrank, die sich mit keinem meiner Kleider vertragen und Kleider für die ich nichts zum Drüberziehen habe. Weil Kombipartner fehlen, werden viele der Sachen viel zu selten getragen. Fazit: Ich brauche wirklich dringend mehr einfarbige, kombifreundliche Stücke. Soweit die Theorie. Leider happert's noch an der Umsetzung.  In meinem beachtlichen Vorrat überwiegen gemusterte Stoffe und auch bei Neukäufen greife ich weiterhin öfter zu Mustern. So waren auch die zwei letzten Stoffe, die ich in 2017 gekauft habe, wieder gemustert. Beide musste ich unbedingt haben. Beide schon vernäht. Ein schwarzgrundiger Crêpe mit großen rosé-weißen Rosenblüten wollte unbedingt das Kleid Jewel aus La Maison Victor 6/2017 werden und die Viskose mit witzigem Katzen-Print hat geradezu nach dem Rüschen-Kleid 110 aus Burda 9/2017 geschrien.

Auf diese Weise statt über einen zurückhaltenden Neuzugang zu schwärmen zeige ich heute, mehr als drei Wochen später als versprochen, wieder mal ein wild gemustertes Kleid, das dazu noch eine Schluppe und einige Rüschen hat. Und nach dem Motto "mehr ist mehr" habe ich mich noch vor ein buntestes Haus weit und breit hingestellt um ein paar Fotos von dem Kleid zu machen. Nachhinein bin ich mir nicht ganz sicher, ob der lebhafte Hintergrund dem Kleid schmeichelt, aber egal... gemacht ist gemacht :).








Eigentlich ist das Kleid nicht schwierig zu nähen. Da es eher ein locker geschnittenes Modell ist, kommt es beim Anpassen nicht auf jeden Millimeter Zentimeter an. Trotzdem fand ich es an einigen Stellen gar nicht so einfach. Es ist ein Langgrößen Modell und groß bin ja wirklich nicht. Ich habe schon einige Langgrößenschnitte genäht und hab dann die Sachen, entgegen aller Empfehlungen, immer einfach am Saum gekürzt. Bei diesem Schnitt musste ich beim Kürzen ein wenig auf die Proportionen achten. Zuerst mal fand ich das Oberteil sehr kurz - alles was babydollmäßig kurz unter der Brust endet, mag ich nicht besonders -, also habe ich es um 2 cm verlängert. Die erste und zweite Rockbahn habe ich dagegen um 3 cm schmaler gemacht und dann noch einige Zentimeter am Saum weggenommen. Für mich war auch die Originallinie des Kleides zu sehr ausgestellt. Nur leider habe ich das erst bei der Anprobe festgestellt. Da waren die Rüschen schon dran und man konnte das Zuviel der Weite nicht einfach an den Seiten wegnehmen. Ich musste jede Rockbahn an den Seiten ein wenig trennen, enger machen, den Umfang der Rüschen anpassen und alles wieder zusammennähen. Das Kleid könnte an der Hüfte immer noch ein wenig enger liegen, aber das ganze Spielchen mache ich nicht noch mal.

Das Katzenmuster wird uns bestimmt noch des öfteren begegnen. Bei Frau Knopf habe ich es schon entdeckt und auch die fesche Lola hat ein Zwillingskleid. Den Schnitt in einem anderen Katzenprint zeigte Brigitte von Overluck bereits im letzten Herbst und auf den Post von Martina in dem Kleid warte ich auch sehr gespannt. Habt ihr vielleicht noch mehr entdeckt? Mir ist bestimmt etwas entgangen.

Trotz aller Freude über meine zwei letzten Kleider, hoffe ich tatsächlich hier demnächst auch das eine oder andere musterlose Stück zu zeigen. Wir lesen uns hoffentlich bald wieder.

Sonntag, 28. Januar 2018

Das Weihnachtskleid - Jewel aus La Maison Victor 6/2017

Es wird Zeit, dass ich hier endlich mein Weihnachtskleid zeige. Die Teilnahme am Finale des Weihnachtskleid Sew Alongs scheiterte diesmal an fehlenden Fotos. Das Kleid selbst war rechtzeitig fertig. Ich habe es sogar schon eine Woche vor Weihnachten ausgeführt in der Hoffnung ein paar weihnachtlich angehauchte Fotos machen zu können. Das Vorhaben ist missglückt. Keine brauchbare Idee, zu viele Leute, schlechtes Licht... Ein Weihnachtskleid schön (themenbezogen) in Szene zu setzten ist gar nicht so einfach.

Und dann kamen auch schon Weihnachten, die bei uns in diesem Jahr nicht gerade ruhig und besinnlich verlaufen sind. Küche unter Wasser am Heiligabend ist nicht gerade das, was man unter einem Traum-Weihnachtsabend versteht. "Im Weihnachtskleid unter der Spüle" könnte ebenso gut der Titel dieses Posts sein. Den 1. und 2. Weihnachtstag haben wir glücklicherweise ruhiger ohne weitere Zwischenfälle verbracht aber eine richtige Weihnachtsstimmung wollte sich bei mir nicht einstellen.

Nach Weihnachten habe ich dann kurz überlegt einen zweiten Versuch mit den weihnachtlichen Fotos zu starten, die Idee aber gleich wieder verworfen. Einen schönen, ganz ruhigen Ort zum Fotografieren haben wir letztendlich unweit unserer alten Wohnung gefunden. Der Tag war sonnig aber sehr kalt, daher musste alles sehr schnell gehen. Schon nach drei Minuten hatte ich rote Nase und blau unterlaufene Finger :)






Was man auf den Fotos sieht ist das Kleid Jewel aus der La Maison Victor 6/2017. In 2017 fühlte ich mich sehr oft zu Blumenmustern hingezogen (hier, hier und hier gibt es den Beweis dafür) und als ich in LMV das schwarzgrundige Blumenkleid sah, wollte ich unbedingt sofort ein ähnliches haben. Den passenden Stoff habe ich bei Buttinette gefunden, wo ich schon seit einiger Zeit gerne online shoppen gehe.

Zu dem Schnitt gibt es nicht viel zu sagen. Ich habe mich größtenteils an die Anleitung gehalten und erlebte keine bösen Überraschungen. An den Seiten musste ich das Kleid ein wenig enger machen. Ich finde, dass die LMV Schnitte immer recht großzügig ausfallen, wenn man sich an die Größenangaben in der Tabelle hält. Findet ihr das nicht auch? Vielleicht sollte ich demnächst auf eine Größe kleiner ausweichen.

Geändert habe ich nur die Ärmel. Der Schnitt hat kurze Ärmel und das finde ich für den Winter ein bisschen unpraktisch. Ein kurzärmliges Kleid würde man wahrscheinlich nie ohne ein Jäckchen tragen können. Ich habe die Ärmel zu einer dreiviertel Länge verlängert und mit Manschetten, wie bei einem Hemdblusenkleid, versehen. So kann ich das Kleid ich in behaglichen Räumen auch ohne etwas drüber tragen.



Zusammen mit dem Blumenstoff habe ich noch einen Stoff mit lustigem Katzenmuster bestellt. Auch dieser ist bereits vernäht und auch schon auf Instagram gezeigt. Auch Tragefotos sind schon gemacht worden, was heißt, im Laufe der nächsten Woche wird hier ein weiterer Post kommen.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank - 6.3 - Ein Ende mit einem Hauch von Dries van Noten

Ein paar Stunden noch, dann ist das alte Jahr vorbei und ganz ehrlich ich kann es kaum erwarten. In vielerlei Hinsicht war das kein gutes Jahr für mich und auch wenn der Jahreswechsel allein keine Änderungen mit sich bringen wird, symbolisch gesehen hat der Wechsel immer etwas von einem Neuanfang. Darauf freue ich mich diesmal ganz besonders.


Die Aktion "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" war eine der Sachen, die ich auf jeden Fall der positiven Seite der Jahresbilanz zuschreiben möchte. Sich von den Laufstegentwürfen inspirieren lassen war schon immer mein Thema, mit dem ich mich 2017 zusammen mit Monika und einem kleinen aber feinen Kreis Nähbloggerinnen, die mitgemacht haben, sehr gerne kontinuierlich und intensiv befasst habe.

Heute endet die letzte Runde und ich sage: Wir haben es geschafft, sehr gut sogar! In den sechs Runden wurden sehr viele tolle Ideen realisiert und ich möchte mich an dieser Stelle bei allen die mitgemacht, gelesen und kommentiert haben, herzlich bedanken.


Die letzte Runde schließe ich mit einem unspektakulären Ergebnis ab. Wie schon die vorherigen Male so auch diesmal liegen meine Pläne und das, was ich tatsächlich geschafft habe weit auseinander. Deswegen bin ich aber nicht enttäuscht, denn wie man sagt: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ganz bestimmt werde ich das eine oder andere geplante Kleidungsstück noch realisieren. Direkt im Januar möchte ich meine Dries van Noten Liste weiter abarbeiten.

Heute zeige ich das einzige, was bis heute fertiggeworden ist. Ein schlichtes Kleid (-> das erste Projekt auf meiner längeren Dries van Noten Wunschliste), welches auch nähtechnisch nicht besonders schwierig war. Ein Projekt, das beweist, dass die Sachen vom Laufsteg durchaus in ein gewöhnliches Leben passen können.


Ein dunkles Kleid, welches noch dazu wetterbedingt bei äußerst schlechten Lichtverhältnissen fotografiert werden musste verrät natürlich nicht viele Schnittdetails. Es ist ein Schnittmuster aus der Knipmode, welches ich außer Längenanpassung und anderem Hals- und Ärmelabschluss unverändert genäht habe. Ich bin mit der Passform sehr zufrieden, besonders die Raglanärmel liegen sehr gut. Wenn jemand die schon ältere Knipausgabe hat und diese Kleiderform mag, dem kann ich den Schnitt wirklich empfehlen. Mehr Informationen zu dem Schnitt und der Inspiration findet ihr in dem Zwischenstandbericht.



Meinerseits erkläre ich die Aktion "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" für beendet. Ich bin sehr gespannt, ob die anderen Teilnehmerinnen etwas Zeit für die Realisierung ihrer Laufstegideen in der stressigen Zeit am Ende des Jahres erübrigen konnten. Die Berichte werden bei Monika gesammelt.

Als letztes möchte ich euch noch den besten aller Jahreswechsel wünschen und einen zauberhaften Start in das neue Jahr. Auf neue Ideen, Projekte und Herausforderungen!


Hier noch einmal alle meine Beiträge im Überblick
1. Runde (Dior)
2. Runde (Gucci)
3. Runde (Dior)
4. Runde (Dolce & Gabbana)
5. Runde (Prada)
6. Runde (Dries van Noten)

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Weihnachtskleid Sew Along 2017 - Teil 3 - Der Zwischenstand

Die erträumte Kulisse für die Fotos meines Weihnachtskleides wäre letztes Wochenende vorhanden, aber von Fotosmachen bin ich noch weit entfernt. Ich habe nämlich mit dem Nähen noch gar nicht angefangen. Ich war so Feuer und Flame für das Bottega Veneta inspiriertes Kleid und im Moment bin ich mir überhaupt nicht sicher, ob mein -->Plan aufgehen wird.



Ich habe ein Probemodell des Schnitts aus der Burda 5/2009#126 genäht und passformtechnisch gab es fast nichts zu beanstanden. Nur leider kann ich mir irgendwie gar nicht vorstellen, wie das Kleid aussehen wird, wenn ich, wie geplant, die drei dafür vorgesehenen Stoffe miteinander kombiniere. Ich frage mich, ob das Original nicht von der besonderen Mischung der Stoffe lebt, den Farbnuancen und den durchdachten Schnittlinien. Und wird nicht das, was ich plane, aussehen wie gewollt und nicht gekonnt? Ich weiß es nicht und bin deswegen ziemlich unsicher.


Ich sehe die Unterschiede zwischen den Schnittlinien des Bottega Veneta Kleides und des Burda Schnitts. Ich würde gerne noch ein wenig mit dem Schnittmuster von Burda experimentieren, bevor ich entscheide, wie es weitergehen soll, aber so kurz vor Weihnachten habe ich nicht die nötige Ruhe dafür. Mein Kalender sagt, es gibt nur noch ganz wenige Zeitfenster, die ich für das Nähen des Weihnachtskleides nutzen kann. Ich muss effektiv sein. Aus diesem Grund überlege ich, ob es nicht Sinn macht noch schnell auf ein Alternativprojekt umzuswitchen.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich zwei Stoffe gekauft und hatte schon bestimmte Kleider im Sinn.

La Maison Victor 6/2017 Kleid Jewel

Burda 9/2017 Kleid 110

Ich denke beide wären relativ schnelle Projekte. Auf Instagram hat der Katzenstoff und der Burdaschnitt das Rennen gemacht. Aber vielleicht wäre der Blumenstoff ein wenig festlicher. Was meint ihr?

Wie man sieht, herrscht bei mir in diesem Jahr unerwartet ein Weihnachtskleidchaos. Wie weit die anderen Weihnachtskleidnäherinnen inzwischen sind, kann man auf dem MeMadeMittwoch Blog nachlesen.

Donnerstag, 30. November 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank - 6.2 - Dries van Noten - Blick auf die Details

Die letzte "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" Runde hat vor zwei Wochen angefangen und heute ist der Stichtag für den Zwischenstandsbericht. Meine Inspiration in dieser letzten Runde ist Dries van Noten und heute möchte ich einen kurzen Blick auf die Details einiger seiner Entwürfe werfen.

✂ Das erste Kleidungsstück auf meiner Wunschliste war ein Jacquardkleid. Der Schnitt einfach aber doch raffiniert. Leichte A-Linie, Raglanärmel, französische Abnäher mit Tascheneingriffen, Hals- und Ärmelbündchen als interessanter Kontrast zu dem opulenten Stoff.


Ein Schnittmuster mir Raglanärmeln, das gleichzeitig französische Abnäher hat, habe ich natürlich nicht gefunden und obwohl mir die Linie des Originalkleides wirklich gut gefällt, will ich mich diesmal nicht ganz strikt an das Original halten. Einer der Gründe dafür ist, dass mir die Raglanschnitte von Burda nicht wirklich gut passen. Der breite Rücken der Burda Schnittmuster macht mir schon sowieso immer die meisten Probleme und Raglananpassung finde ich besonders schwierig. Der andere Grund ist, ich hab mir schon vor einer halben Ewigkeit einen Schnitt aus einer mittlerweile ziemlich alten Ausgabe der Knipmode (Ausgabe 3/2012 Jurk 1) markiert, den ich unbedingt mal ausprobieren wollte. Und ich finde, dass er sich für dieses Projekt ganz gut eignet.


Er hat zwar keine französischen Abnäher, dafür aber eine Seitennaht, die schräg Richtung Vorderteil verläuft und unten mit einem kleinen Schlitz endet. Ich habe bereits angefangen das Kleid zu nähen und es gefällt mir bis jetzt ganz gut. Für Bündchen werde ich einen leicht melierten dunkelblauen Bündchenstoff nehmen. Ich finde das sieht interessanter aus als eine Kombination mit schwarz und zudem auch nicht so festlich.



Jetzt, nach dem Bloggertreffen in Köln, weiß ich, dass der Kauf des Stoffs eine große Sünde war. In Köln wurde nämlich ausführlich darüber diskutiert, wie umweltschädlich Cupro Stoffe produziert werden. Ich gelobe Besserung, trotzdem muss ich gestehen, dass ich den Stoff nach wie vor ganz toll finde. Zum Glück wird zumindest beim Nähen hier keiner ausgebeutet.


✂ Das zweite Kleidungsstück auf meiner Liste war ebenso ein Kleid. Ein uniformangehauchtes Hemdblusenkleid. Und wie immer finde ich einen detaillierten Blick auf die Schnittlinien eines Designerstücks ganz spannend.


Es ist ein Kleid mit einer Taillennaht und Fältchen in der Taille sowie einem Bindegürtel. Des Weiteren hat es einen Stehkragen, Schulterpatten und im Vorderteil auf Brusthöhe Pattentaschen. Wer hätte gedacht, dass sich ein passender Schnitt in der Retrosparte von Burda findet. Mit kleinen Änderungen und Erweiterungen eignet sich der Burda Einzelschnitt 7179 ganz gut als Basis. Leider sind viele Schnittmuster von Burda dem Oper der neuen Internetpräsenz gefallen. Auch diesen Schnitt findet man in dem neuen Burda-Shop nicht mehr. Zum Glück kann man über die Suchmaschinen Suche noch zu einigen alten Burda-Seiten gelangen. So habe ich auch den Schnitt 7179 gefunden und als PDF gekauft. Mittlerweile habe ich ihn schon ausgedruckt und zusammengeklebt. Das Kleid hat viele Details und wird aufwendig zu nähen sein. Mal schauen wie weit ich da komme.



Wie ich die drei weiteren Kleidungsstücke aus meiner Wunschliste umsetzen könnte, damit habe ich mich bis jetzt noch gar nicht befasst. Interessant geschnitten finde ich die Sachen alle.

✂ Hose. Der Schnitt gefällt mir wirklich sehr. Lockersitzend aber nicht übertrieben voluminös. Und ich bin auch ein großer Fan dieser Hosenlänge.



✂ Shirt. Hier sind es die Ärmel, die den Schnitt machen.




✂ Bluse. Sie hat ganz viele schöne Details. Am meisten gefällt es mir, wie hier die Ärmel konstruiert sind. Vorne Raglan, hinten ein klassisch eingesetzter Ärmel. Die Knopfleiste hinten sieht ebenfalls ganz nett aus.


Am 10.12. werde ich noch über den Stand meiner Weihnachtskleid-Näherei berichten. Ist ebenso ein Laufsteg-inspiriertes Projekt. Und jetzt werde ich mir den Fortschritt der anderen Laufsteg-Projekte anschauen.

Am 15.11. hat die finale Runde "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" angefangen. Die Spätentschlossenen können jetzt noch einsteigen. Die Links in dieser Runde werden bei Monika gesammelt.

Hier alle Termine der 6. Runde im Überbick
Mi. 15.11. Inspirationen
Do. 30.11. Zwischenstandsbericht
So 31.12. Ab­schluss­prä­sen­ta­ti­on

Hier findet ihr alle Informationen zu der Aktion