Donnerstag, 22. Februar 2018

Schluppe, Rüschen und ein witziges Katzenmuster

Seit einiger Zeit schon mache ich mir Gedanken darüber, dass ich deutlich mehr Unis brauche um ein wenig Ruhe in meinen sehr bunten Kleiderschrank zu bringen. Es ist nicht so, dass mir die Sachen, die ich habe, nicht gefallen. Eigentlich mag ich sogar fast jedes, meiner wild gemusterten Stücke. Nur eines sind sie wirklich nicht - kombinierfreudig. Da hängen Mäntel im Schrank, die sich mit keinem meiner Kleider vertragen und Kleider für die ich nichts zum Drüberziehen habe. Weil Kombipartner fehlen, werden viele der Sachen viel zu selten getragen. Fazit: Ich brauche wirklich dringend mehr einfarbige, kombifreundliche Stücke. Soweit die Theorie. Leider happert's noch an der Umsetzung.  In meinem beachtlichen Vorrat überwiegen gemusterte Stoffe und auch bei Neukäufen greife ich weiterhin öfter zu Mustern. So waren auch die zwei letzten Stoffe, die ich in 2017 gekauft habe, wieder gemustert. Beide musste ich unbedingt haben. Beide schon vernäht. Ein schwarzgrundiger Crêpe mit großen rosé-weißen Rosenblüten wollte unbedingt das Kleid Jewel aus La Maison Victor 6/2017 werden und die Viskose mit witzigem Katzen-Print hat geradezu nach dem Rüschen-Kleid 110 aus Burda 9/2017 geschrien.

Auf diese Weise statt über einen zurückhaltenden Neuzugang zu schwärmen zeige ich heute, mehr als drei Wochen später als versprochen, wieder mal ein wild gemustertes Kleid, das dazu noch eine Schluppe und einige Rüschen hat. Und nach dem Motto "mehr ist mehr" habe ich mich noch vor ein buntestes Haus weit und breit hingestellt um ein paar Fotos von dem Kleid zu machen. Nachhinein bin ich mir nicht ganz sicher, ob der lebhafte Hintergrund dem Kleid schmeichelt, aber egal... gemacht ist gemacht :).








Eigentlich ist das Kleid nicht schwierig zu nähen. Da es eher ein locker geschnittenes Modell ist, kommt es beim Anpassen nicht auf jeden Millimeter Zentimeter an. Trotzdem fand ich es an einigen Stellen gar nicht so einfach. Es ist ein Langgrößen Modell und groß bin ja wirklich nicht. Ich habe schon einige Langgrößenschnitte genäht und hab dann die Sachen, entgegen aller Empfehlungen, immer einfach am Saum gekürzt. Bei diesem Schnitt musste ich beim Kürzen ein wenig auf die Proportionen achten. Zuerst mal fand ich das Oberteil sehr kurz - alles was babydollmäßig kurz unter der Brust endet, mag ich nicht besonders -, also habe ich es um 2 cm verlängert. Die erste und zweite Rockbahn habe ich dagegen um 3 cm schmaler gemacht und dann noch einige Zentimeter am Saum weggenommen. Für mich war auch die Originallinie des Kleides zu sehr ausgestellt. Nur leider habe ich das erst bei der Anprobe festgestellt. Da waren die Rüschen schon dran und man konnte das Zuviel der Weite nicht einfach an den Seiten wegnehmen. Ich musste jede Rockbahn an den Seiten ein wenig trennen, enger machen, den Umfang der Rüschen anpassen und alles wieder zusammennähen. Das Kleid könnte an der Hüfte immer noch ein wenig enger liegen, aber das ganze Spielchen mache ich nicht noch mal.

Das Katzenmuster wird uns bestimmt noch des öfteren begegnen. Bei Frau Knopf habe ich es schon entdeckt und auch die fesche Lola hat ein Zwillingskleid. Den Schnitt in einem anderen Katzenprint zeigte Brigitte von Overluck bereits im letzten Herbst und auf den Post von Martina in dem Kleid warte ich auch sehr gespannt. Habt ihr vielleicht noch mehr entdeckt? Mir ist bestimmt etwas entgangen.

Trotz aller Freude über meine zwei letzten Kleider, hoffe ich tatsächlich hier demnächst auch das eine oder andere musterlose Stück zu zeigen. Wir lesen uns hoffentlich bald wieder.

Sonntag, 28. Januar 2018

Das Weihnachtskleid - Jewel aus La Maison Victor 6/2017

Es wird Zeit, dass ich hier endlich mein Weihnachtskleid zeige. Die Teilnahme am Finale des Weihnachtskleid Sew Alongs scheiterte diesmal an fehlenden Fotos. Das Kleid selbst war rechtzeitig fertig. Ich habe es sogar schon eine Woche vor Weihnachten ausgeführt in der Hoffnung ein paar weihnachtlich angehauchte Fotos machen zu können. Das Vorhaben ist missglückt. Keine brauchbare Idee, zu viele Leute, schlechtes Licht... Ein Weihnachtskleid schön (themenbezogen) in Szene zu setzten ist gar nicht so einfach.

Und dann kamen auch schon Weihnachten, die bei uns in diesem Jahr nicht gerade ruhig und besinnlich verlaufen sind. Küche unter Wasser am Heiligabend ist nicht gerade das, was man unter einem Traum-Weihnachtsabend versteht. "Im Weihnachtskleid unter der Spüle" könnte ebenso gut der Titel dieses Posts sein. Den 1. und 2. Weihnachtstag haben wir glücklicherweise ruhiger ohne weitere Zwischenfälle verbracht aber eine richtige Weihnachtsstimmung wollte sich bei mir nicht einstellen.

Nach Weihnachten habe ich dann kurz überlegt einen zweiten Versuch mit den weihnachtlichen Fotos zu starten, die Idee aber gleich wieder verworfen. Einen schönen, ganz ruhigen Ort zum Fotografieren haben wir letztendlich unweit unserer alten Wohnung gefunden. Der Tag war sonnig aber sehr kalt, daher musste alles sehr schnell gehen. Schon nach drei Minuten hatte ich rote Nase und blau unterlaufene Finger :)






Was man auf den Fotos sieht ist das Kleid Jewel aus der La Maison Victor 6/2017. In 2017 fühlte ich mich sehr oft zu Blumenmustern hingezogen (hier, hier und hier gibt es den Beweis dafür) und als ich in LMV das schwarzgrundige Blumenkleid sah, wollte ich unbedingt sofort ein ähnliches haben. Den passenden Stoff habe ich bei Buttinette gefunden, wo ich schon seit einiger Zeit gerne online shoppen gehe.

Zu dem Schnitt gibt es nicht viel zu sagen. Ich habe mich größtenteils an die Anleitung gehalten und erlebte keine bösen Überraschungen. An den Seiten musste ich das Kleid ein wenig enger machen. Ich finde, dass die LMV Schnitte immer recht großzügig ausfallen, wenn man sich an die Größenangaben in der Tabelle hält. Findet ihr das nicht auch? Vielleicht sollte ich demnächst auf eine Größe kleiner ausweichen.

Geändert habe ich nur die Ärmel. Der Schnitt hat kurze Ärmel und das finde ich für den Winter ein bisschen unpraktisch. Ein kurzärmliges Kleid würde man wahrscheinlich nie ohne ein Jäckchen tragen können. Ich habe die Ärmel zu einer dreiviertel Länge verlängert und mit Manschetten, wie bei einem Hemdblusenkleid, versehen. So kann ich das Kleid ich in behaglichen Räumen auch ohne etwas drüber tragen.



Zusammen mit dem Blumenstoff habe ich noch einen Stoff mit lustigem Katzenmuster bestellt. Auch dieser ist bereits vernäht und auch schon auf Instagram gezeigt. Auch Tragefotos sind schon gemacht worden, was heißt, im Laufe der nächsten Woche wird hier ein weiterer Post kommen.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank - 6.3 - Ein Ende mit einem Hauch von Dries van Noten

Ein paar Stunden noch, dann ist das alte Jahr vorbei und ganz ehrlich ich kann es kaum erwarten. In vielerlei Hinsicht war das kein gutes Jahr für mich und auch wenn der Jahreswechsel allein keine Änderungen mit sich bringen wird, symbolisch gesehen hat der Wechsel immer etwas von einem Neuanfang. Darauf freue ich mich diesmal ganz besonders.


Die Aktion "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" war eine der Sachen, die ich auf jeden Fall der positiven Seite der Jahresbilanz zuschreiben möchte. Sich von den Laufstegentwürfen inspirieren lassen war schon immer mein Thema, mit dem ich mich 2017 zusammen mit Monika und einem kleinen aber feinen Kreis Nähbloggerinnen, die mitgemacht haben, sehr gerne kontinuierlich und intensiv befasst habe.

Heute endet die letzte Runde und ich sage: Wir haben es geschafft, sehr gut sogar! In den sechs Runden wurden sehr viele tolle Ideen realisiert und ich möchte mich an dieser Stelle bei allen die mitgemacht, gelesen und kommentiert haben, herzlich bedanken.


Die letzte Runde schließe ich mit einem unspektakulären Ergebnis ab. Wie schon die vorherigen Male so auch diesmal liegen meine Pläne und das, was ich tatsächlich geschafft habe weit auseinander. Deswegen bin ich aber nicht enttäuscht, denn wie man sagt: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ganz bestimmt werde ich das eine oder andere geplante Kleidungsstück noch realisieren. Direkt im Januar möchte ich meine Dries van Noten Liste weiter abarbeiten.

Heute zeige ich das einzige, was bis heute fertiggeworden ist. Ein schlichtes Kleid (-> das erste Projekt auf meiner längeren Dries van Noten Wunschliste), welches auch nähtechnisch nicht besonders schwierig war. Ein Projekt, das beweist, dass die Sachen vom Laufsteg durchaus in ein gewöhnliches Leben passen können.


Ein dunkles Kleid, welches noch dazu wetterbedingt bei äußerst schlechten Lichtverhältnissen fotografiert werden musste verrät natürlich nicht viele Schnittdetails. Es ist ein Schnittmuster aus der Knipmode, welches ich außer Längenanpassung und anderem Hals- und Ärmelabschluss unverändert genäht habe. Ich bin mit der Passform sehr zufrieden, besonders die Raglanärmel liegen sehr gut. Wenn jemand die schon ältere Knipausgabe hat und diese Kleiderform mag, dem kann ich den Schnitt wirklich empfehlen. Mehr Informationen zu dem Schnitt und der Inspiration findet ihr in dem Zwischenstandbericht.



Meinerseits erkläre ich die Aktion "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" für beendet. Ich bin sehr gespannt, ob die anderen Teilnehmerinnen etwas Zeit für die Realisierung ihrer Laufstegideen in der stressigen Zeit am Ende des Jahres erübrigen konnten. Die Berichte werden bei Monika gesammelt.

Als letztes möchte ich euch noch den besten aller Jahreswechsel wünschen und einen zauberhaften Start in das neue Jahr. Auf neue Ideen, Projekte und Herausforderungen!


Hier noch einmal alle meine Beiträge im Überblick
1. Runde (Dior)
2. Runde (Gucci)
3. Runde (Dior)
4. Runde (Dolce & Gabbana)
5. Runde (Prada)
6. Runde (Dries van Noten)

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Weihnachtskleid Sew Along 2017 - Teil 3 - Der Zwischenstand

Die erträumte Kulisse für die Fotos meines Weihnachtskleides wäre letztes Wochenende vorhanden, aber von Fotosmachen bin ich noch weit entfernt. Ich habe nämlich mit dem Nähen noch gar nicht angefangen. Ich war so Feuer und Flame für das Bottega Veneta inspiriertes Kleid und im Moment bin ich mir überhaupt nicht sicher, ob mein -->Plan aufgehen wird.



Ich habe ein Probemodell des Schnitts aus der Burda 5/2009#126 genäht und passformtechnisch gab es fast nichts zu beanstanden. Nur leider kann ich mir irgendwie gar nicht vorstellen, wie das Kleid aussehen wird, wenn ich, wie geplant, die drei dafür vorgesehenen Stoffe miteinander kombiniere. Ich frage mich, ob das Original nicht von der besonderen Mischung der Stoffe lebt, den Farbnuancen und den durchdachten Schnittlinien. Und wird nicht das, was ich plane, aussehen wie gewollt und nicht gekonnt? Ich weiß es nicht und bin deswegen ziemlich unsicher.


Ich sehe die Unterschiede zwischen den Schnittlinien des Bottega Veneta Kleides und des Burda Schnitts. Ich würde gerne noch ein wenig mit dem Schnittmuster von Burda experimentieren, bevor ich entscheide, wie es weitergehen soll, aber so kurz vor Weihnachten habe ich nicht die nötige Ruhe dafür. Mein Kalender sagt, es gibt nur noch ganz wenige Zeitfenster, die ich für das Nähen des Weihnachtskleides nutzen kann. Ich muss effektiv sein. Aus diesem Grund überlege ich, ob es nicht Sinn macht noch schnell auf ein Alternativprojekt umzuswitchen.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich zwei Stoffe gekauft und hatte schon bestimmte Kleider im Sinn.

La Maison Victor 6/2017 Kleid Jewel

Burda 9/2017 Kleid 110

Ich denke beide wären relativ schnelle Projekte. Auf Instagram hat der Katzenstoff und der Burdaschnitt das Rennen gemacht. Aber vielleicht wäre der Blumenstoff ein wenig festlicher. Was meint ihr?

Wie man sieht, herrscht bei mir in diesem Jahr unerwartet ein Weihnachtskleidchaos. Wie weit die anderen Weihnachtskleidnäherinnen inzwischen sind, kann man auf dem MeMadeMittwoch Blog nachlesen.

Donnerstag, 30. November 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank - 6.2 - Dries van Noten - Blick auf die Details

Die letzte "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" Runde hat vor zwei Wochen angefangen und heute ist der Stichtag für den Zwischenstandsbericht. Meine Inspiration in dieser letzten Runde ist Dries van Noten und heute möchte ich einen kurzen Blick auf die Details einiger seiner Entwürfe werfen.

✂ Das erste Kleidungsstück auf meiner Wunschliste war ein Jacquardkleid. Der Schnitt einfach aber doch raffiniert. Leichte A-Linie, Raglanärmel, französische Abnäher mit Tascheneingriffen, Hals- und Ärmelbündchen als interessanter Kontrast zu dem opulenten Stoff.


Ein Schnittmuster mir Raglanärmeln, das gleichzeitig französische Abnäher hat, habe ich natürlich nicht gefunden und obwohl mir die Linie des Originalkleides wirklich gut gefällt, will ich mich diesmal nicht ganz strikt an das Original halten. Einer der Gründe dafür ist, dass mir die Raglanschnitte von Burda nicht wirklich gut passen. Der breite Rücken der Burda Schnittmuster macht mir schon sowieso immer die meisten Probleme und Raglananpassung finde ich besonders schwierig. Der andere Grund ist, ich hab mir schon vor einer halben Ewigkeit einen Schnitt aus einer mittlerweile ziemlich alten Ausgabe der Knipmode (Ausgabe 3/2012 Jurk 1) markiert, den ich unbedingt mal ausprobieren wollte. Und ich finde, dass er sich für dieses Projekt ganz gut eignet.


Er hat zwar keine französischen Abnäher, dafür aber eine Seitennaht, die schräg Richtung Vorderteil verläuft und unten mit einem kleinen Schlitz endet. Ich habe bereits angefangen das Kleid zu nähen und es gefällt mir bis jetzt ganz gut. Für Bündchen werde ich einen leicht melierten dunkelblauen Bündchenstoff nehmen. Ich finde das sieht interessanter aus als eine Kombination mit schwarz und zudem auch nicht so festlich.



Jetzt, nach dem Bloggertreffen in Köln, weiß ich, dass der Kauf des Stoffs eine große Sünde war. In Köln wurde nämlich ausführlich darüber diskutiert, wie umweltschädlich Cupro Stoffe produziert werden. Ich gelobe Besserung, trotzdem muss ich gestehen, dass ich den Stoff nach wie vor ganz toll finde. Zum Glück wird zumindest beim Nähen hier keiner ausgebeutet.


✂ Das zweite Kleidungsstück auf meiner Liste war ebenso ein Kleid. Ein uniformangehauchtes Hemdblusenkleid. Und wie immer finde ich einen detaillierten Blick auf die Schnittlinien eines Designerstücks ganz spannend.


Es ist ein Kleid mit einer Taillennaht und Fältchen in der Taille sowie einem Bindegürtel. Des Weiteren hat es einen Stehkragen, Schulterpatten und im Vorderteil auf Brusthöhe Pattentaschen. Wer hätte gedacht, dass sich ein passender Schnitt in der Retrosparte von Burda findet. Mit kleinen Änderungen und Erweiterungen eignet sich der Burda Einzelschnitt 7179 ganz gut als Basis. Leider sind viele Schnittmuster von Burda dem Oper der neuen Internetpräsenz gefallen. Auch diesen Schnitt findet man in dem neuen Burda-Shop nicht mehr. Zum Glück kann man über die Suchmaschinen Suche noch zu einigen alten Burda-Seiten gelangen. So habe ich auch den Schnitt 7179 gefunden und als PDF gekauft. Mittlerweile habe ich ihn schon ausgedruckt und zusammengeklebt. Das Kleid hat viele Details und wird aufwendig zu nähen sein. Mal schauen wie weit ich da komme.



Wie ich die drei weiteren Kleidungsstücke aus meiner Wunschliste umsetzen könnte, damit habe ich mich bis jetzt noch gar nicht befasst. Interessant geschnitten finde ich die Sachen alle.

✂ Hose. Der Schnitt gefällt mir wirklich sehr. Lockersitzend aber nicht übertrieben voluminös. Und ich bin auch ein großer Fan dieser Hosenlänge.



✂ Shirt. Hier sind es die Ärmel, die den Schnitt machen.




✂ Bluse. Sie hat ganz viele schöne Details. Am meisten gefällt es mir, wie hier die Ärmel konstruiert sind. Vorne Raglan, hinten ein klassisch eingesetzter Ärmel. Die Knopfleiste hinten sieht ebenfalls ganz nett aus.


Am 10.12. werde ich noch über den Stand meiner Weihnachtskleid-Näherei berichten. Ist ebenso ein Laufsteg-inspiriertes Projekt. Und jetzt werde ich mir den Fortschritt der anderen Laufsteg-Projekte anschauen.

Am 15.11. hat die finale Runde "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" angefangen. Die Spätentschlossenen können jetzt noch einsteigen. Die Links in dieser Runde werden bei Monika gesammelt.

Hier alle Termine der 6. Runde im Überbick
Mi. 15.11. Inspirationen
Do. 30.11. Zwischenstandsbericht
So 31.12. Ab­schluss­prä­sen­ta­ti­on

Hier findet ihr alle Informationen zu der Aktion

Sonntag, 26. November 2017

Weihnachtskleid Sew Along 2017 - Teil 1&2 - Der Plan

Meine schlimme Erkältung und das tolle Blogger-Treffen am letzten Wochenende waren der Grund dafür, dass ich vor einer Woche keine Muße zum Schreiben des ersten Weihnachtskleid Sew Along Posts hatte. Da es aber bei mir schon lange feststeht, welches Kleid ich mir dieses Jahr zu Weihnachten nähen möchte und den Stoff ich auch bereits habe, denke ich, dass ich heute einfach einsteigen kann. Obwohl ich jedes Jahr in Zeitbedrängnis gerate, möchte ich das gemeinschaftliche Nähen eines Outfits für Weihnachten nicht missen und freue mich sehr, dass es auch in diesem Jahr den Weihnachtskleid Sew Along auf dem MeMadeMittwoch Blog gibt. Lieben Dank an Katharina/sewing addicted, Nina/Kleidermanie und Claudia/bunte kleider, die die Organisation diesmal übernommen haben.

Ich bin beim gemeinsamen Weihnachtskleidnähen schon seit 2012 dabei und wenn jemand schauen möchte, das sind die Kleider der früheren Jahre:
🎄2016🎄  🎄2015🎄  🎄2014 (leider erst viel später fertiggeworden)🎄  🎄2013🎄  🎄2012🎄
Und was werde in diesem Jahr nähen? Ein Patchwork-Kleid, das ungefähr so aussehen soll


Auf das Kleid hat mich ein Foto einer sehr schönen Fotostrecke aufmerksam gemacht, die ich in der Dezember Ausgabe des Flair Magazins aus dem Jahr 2016 entdeckte und die den Namen "Frühlingsprints im Winterkleid" trug.



Durch das Foto habe ich auch erfahren, dass das Kleid von Bottega Veneta ist und nach kurzer Internetrecherche wusste ich auch, das es aus der Pre-Fall Kollektion von 2016 stammte. Zuerst habe ich mir nur ein paar Bilder des Kleides gespeichert und nichts weiter unternommen. Als ich dann aber im August zufällig im Buttinette Onlineshop diesen Stoff gesehen habe, erinnerte ich mich sofort an das Bottega Veneta Kleid. Ich habe gleich den Stoff bestellt, und noch einen weiteren Viskosestoff dazu, der auf dem Foto unten nur als ein schmaler Streifen in der Mitte sichtbar ist. Den plane ich auch nur für die Knopfblende, den Kragen, die Manschetten und die restlichen schmalen Streifen in dem Kleid zu verwenden.


Als die zwei Stoffe nach ein paar Tagen bei mir eingetroffen waren, und ich sie live sehen konnte, war ich regelrecht entzückt. Vor allem der cremefarbene mit den feinen Blümchen und Blättern in zarten Pastelltönen sieht in Wirklichkeit noch viel schöner aus, als online. Und weil ich ihn so schön fand, habe ich sofort beschlossen, dass ich dazu keinen anderen gemusterten Kombistoff suchen werde. Kürzlich habe ich dann bei Hüco noch einen einfarbigen Baumwoll-Ausbrenner zugekauft.


Die Stoffe sind nur ganz leicht transparent. Sollte ich ein Unterkleid brauchen, möchte ich mir ein separates nähen. Ich dachte es wird kein Problem sein, ein Schnittmuster für das Kleid zu finden, bis jetzt habe ich jedoch nichts wirklich Passendes gefunden. Überhaupt grübele ich noch darüber, wie eigentlich das Kleid geschnitten ist. Da nicht alle senkrechten Schnittlinien des Oberteils im Rock fortgeführt werden, gehe ich davon aus, dass das Kleid eine Taillennaht hat. Die Schnittmuster an die ich bis jetzt gedacht habe sind einmal Burda Modemagazin 5/2009#126 oder eventuell Burda Style 10/2017#103, das ich jedoch sehr stark anpassen müsste.


Das Weihnachtskleid wird gleichzeitig auch noch ein weiteres "Von Laufsteg in den Kleiderschrank" Projekt von mir. Das Kleid kommt vielleicht nicht ganz weihnachtlich rüber, obwohl in einer verschneiten Landschaft würde es sich bestimmt ganz toll machen ;). Auf jeden Fall findet man auf dem MeMadeMittwoch Blog auch diesmal wieder viele schöne Ideen für festliche Kleidung.

Herbstjacken Knit Along - 3. Der Stand am Finaltag

Auch Erfolg oder Misserfolg können manchmal relativ sein. Bei heutigem Finale des Herbstjacken Knit Alongs vermute ich nicht nur bei der Organisatorin Monika zwei neue, fertige Jacken zu sehen zu bekommen. Ich bin mit einer nicht ganz fertig geworden und trotzdem empfinde ich meine Teilnahme an dem Knitalong als großen persönlichen Erfolg.

Wie schon am Anfang des Knitalongs geschrieben, wollte ich nach einer langen Strickpause gerne wieder mit dem Stricken anfangen. Warum? Ich hatte in letzter Zeit immer wieder Gelegenheiten gestrickte Jacken oder Tücher in den Händen zu halten und ich fand sie immer unglaublich schön. Noch dazu gibt es in Berlin eine nette Strickgruppe, die sich regelmäßig zum gemeinsamen Stricken trifft, der ich mich wirklich gerne anschließen möchte. Die Treffen finden wegen Raumproblemen neuerdings ein bisschen unregelmäßig statt, aber ich hoffe sehr, dass sich dafür bald eine Lösung finden wird.

Den Knitalong habe ich also als eine perfekte Gelegenheit für einen Wiedereinstieg gesehen. Die Termine sollten mich motivieren die Sache anzugehen und das hat tatsächlich funktioniert. Anfangs hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten das passende Strickprojekt zu finden, aber als ich den Marmor Cardigan von Regina Moessmer entdeckt habe, war plötzlich alles klar. Ich mag die schlichte Linie des Cardigans und ich wollte total gerne die nahtlose Top-Down-Stricktechnik ausprobieren. Die Strickanleitung fand ich sehr gut und klar geschrieben und dank Youtube konnte ich der Anleitung auch sehr gut folgen.

Zur Erinnerung: => das war meine erste Idee und => das der entgültiger Plan

Vor zwei Wochen gab es eigentlich noch einen dritten Termin, an dem man den Fortschritt zeigen sollte. Den musste ich leider wegen Krankheit ausfallen lassen. Mehr als ein paar Fotos zu machen habe ich an dem Tag nicht geschafft, aber da ich die Fotos habe, kann ich zumindest jetzt den Stand vom 13.11. zeigen.


Wenn man beachtet, dass ich zig Jahre nicht mehr gestrickt habe und die Top-Down-Stricktechnik überhaupt nicht kannte, finde ich den Fortschritt eigentlich nicht schlecht. Die vorletzte Woche habe ich gar nicht gestrickt. Im Laufe der letzten Wochen habe ich die Ärmel fast fertig gemacht. Die Ärmel zu stricken fand ich relativ anstrengend. Ich habe 40er Rundstricknadel benutzt, das hat gerade noch funktioniert, jedoch musste ich die ganze Zeit das schon Gestrickte drehen und bin nur langsam vorangekommen. Vielleicht geht das irgendwie einfacher. Es fehlen nur Bündchen und gestrickt habe ich sie noch nicht, weil ich gerade überlege, ob ich überhaupt Bündchen haben möchte. Auf Ravelry habe ich die Jacke auch ohne Bündchen gesehen und ich muss sagen, dass mir solche Verarbeitung auch sehr gut gefällt. In der Länge ist die Jacke auch noch ein bisschen gewachsen. Der Stand von gestern sieht folgendermaßen  aus:




Ich würde die Jacke sehr gerne länger machen als die Anleitung es vorsieht. Leider habe ich von den 10 Knäuel, die ich gekauft habe, nur noch 2 übrig. Um die gewünschte Länge zu erhalten bräuchte ich noch 2 weitere Knäuel, aber die Wolle - Air von Drops in perlgrau -  ist überall ausverkauft und im Moment auch nicht nachbestellbar. Wirklich schade. Das trübt ein wenig die Freude, die ich sonst im Bezug auf das Projekt - der Cardigan gefällt mir wirklich sehr - und den Strickwiedereinstieg empfinde.

Ich mache bereits weitere Pläne. Als nächstes möchte ich den Comfort Cardigan von Kim Hargreaves stricken. Ich überlege nur noch, ob in schwarz oder lieber in dunkelgrau. Vielleicht schaffe ich diesen Winter auch noch eine Mütze und einen Schal zu stricken. Liebe Monika, ich bin total happy darüber, dass du den Herbstjacken Strick Along ins Leben gerufen hast. Vielen Dank für die Organisation. Ich glaube, du hattest selbst viel Spaß dabei, und wahrscheinlich nicht nur du, wenn man sich die lange Mitstrickerliste anschaut.