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Freitag, 22. Januar 2016

anNÄHerung Bielefeld 2016

Die Bielefelder anNÄHerung braucht mit Sicherheit keine Werbung mehr. Die fast 40 Plätze sind im Nu vergeben und die Warteliste ist lang. Die meisten sind zum wiederholten Mal dabei (was eigentlich schon alles sagt) und wissen mittlerweile was sie erwartet: ein quirliges und fast schlafloses Wochenende, das immer viel zu schnell zu Ende ist. Und am Schluss meint jede das eine oder andere Stoffschätzchen noch unbedingt brauchen zu müssen obwohl der eigene Stofflager überquillt und die schon sowieso ellenlange ToSew-Liste ist wieder gewachsen.

Ich möchte mich nicht nur bei MamaMachtSachen, drehumdiebolzeningenieur und alle-wuensche-werden-wahr für die tolle Idee und fortlaufende Organisation herzlich bedanken sondern auch Buntekleider und Mema ein dickes Dankeschön sagen für den herzlichen Empfang, das Abholen vom Bahnhof und auch wieder Hinbringen. Und ebenso Danke an alle für die vielen schönen und auch lustigen Momente und die großartige Atmosphäre.

Wenn ihr mehr über das Wochenende erfahren wollt, MamaMachtSachen sammelt in ihrem Blog alle Berichte.

So schön das gemeinsame Nähen auch ist, die Arbeiten im Vorfeld, sprich entscheiden was man an dem Wochenende nähen möchte und alles vorbereiten, stressen mich immer total. Meine Arbeitsweise sieht normalerweise, wenn ich zuhause nähe, ganz anders aus. Viele Details entscheide ich oft erst während des Nähens und eigentlich ist bei mir nie von Anfang an jedes Teil zugeschnitten und versäubert.

Und in diesem Jahr war alles noch schlimmer als es sonst schon ist. Ich wollte eigentlich einen Frühjahrsmantel aus kariertem Stoff nähen, habe zwei Schnittmuster abgepaust und auf die Schnelle ein Probemodell mit zwei unterschiedlichen Ärmelvarianten genäht. Das Ergebnis überzeugte mich nicht und mir blieb nichts anderes übrig als mich auf den letzten Drücker für ein anderes Projekt zu entscheiden. Für irgendwelche Schnittmustertests gab es keine Zeit mehr und ich wählte eine Rock-Bluse-Kombi, die mir nicht so passformsensibel schien. Die Zeit, die ich für den Zuschnitt des gemusterten Rockstoffes benötigte habe ich völlig unterschätzt. Ich wurde erst am Freitag um 3Uhr in der Früh fertig und war sehr skeptisch, ob mir der Rock überhaupt gefallen wird. Das ist mein Steckbrief, der auch erst spät in der Nacht entstanden ist.


Die Idee für die Kombi ist schon im letzten Sommer entstanden. Ungefähr vor einem Jahr als ich einige Stoffe bei alfatex bestellte ist ein ganz kleines Reststück Seide (der obere Stoff auf meinem Zettel) im Warenkorb gelandet, ohne dass ich wusste was daraus entstehen könnte. Als ich dann wenig später die Sommerkollektionen von Prada und Miu Miu sah, hatte ich richtig Lust auf einen Mustermix bekommen und als ich dann bei Hüco die anderen zwei Stoffe entdeckte, hat sich die Idee langsam konkretisiert.

Bildquelle: Runway Miu Miu FS2015; mytheresa Onlineshop
Ein Bleistiftrock mit Falten im Vorderteil (Nr. 123 aus Burdastyle 11/2013) schien mir als Vorlage für den Rock perfekt. Wie man sich manchmal täuschen kann. Bei der ersten Anprobe stellte sich heraus, dass die Falten den Musterverlauf stören und auch nicht besonders gut liegen, wahrscheinlich weil der rote Stoff eher wie ein Strickstoff fällt und auch ziemlich dick ist. Zum Glück hat prüfender Blick von Mema und anschließende Hilfe beim Abstecken schnell zu einer Alternativlösung geführt und am Samstagabend war bis auf den Saum mein Rock fertig.


Die folgenden Foto sind schon zuhause entstanden und ich konnte mich diesmal wirklich nicht entscheiden welche ich zeigen soll. Ihr mögt mir bitte die Bilderflut verzeihen!






Die Bluse habe ich an dem Wochenende gar nicht angefangen - bis Sommer ist ja noch ein wenig Zeit :) - und am Sonntag beschäftigte ich mich stattdessen mit einem anderem Rock, den ich als Ersatzprojekt eingepackt habe.

Obwohl ich beim Zuschnitt sehr skeptisch war, gefällt mir der fertige Rock sehr. Den Musterverlauf finde ich sehr schön und der Rock sieht interessant aus, nur ein Kombinationswunder wird er sicher nicht werden. Im Moment habe ich wenig Ideen wie ich ihn kreativ kombinieren könnte, mal schauen ob sich das noch ändert. Fällt euch vielleicht etwas ein, wie man ihm außer mit schwarzem T-Shirt kombinieren könnte?

Samstag, 1. Februar 2014

Der erste Monat des Jahres ist um :-o

Der Januar ist fast vorbei, das Neue Jahr schon einen Monat alt und hier ist noch immer nur ein Rückblick auf 2013 zu sehen. Ich bin selbst ganz empört und das fühlt sich auch gar nicht gut an, wenn meine Nähmaschinen drei Wochen lang keinen Platz auf meinem Arbeitstisch finden. Nur ist es leider tatsächlich so, dass mein Arbeitstisch gelegentlich umdekoriert wird, die Arbeitsgeräte ausgetauscht und andere, wenn auch meistens deutlich unliebsame Arbeiten erledigt werden. Daran wird sich auch zukünftig nichts ändern, aber zumindest im Moment, kann ich mich wieder ein bisschen mehr meinem Nähnerd-Tun widmen.

Bevor ich jedoch beginne die erste, der gefühlten 1000 im Kopf gerade herumschwirrenden neuen Ideen, in die Tat umzusetzen, will ich, obwohl ich befürchte, ihr habt schon darüber zur Genüge gelesen, nochmals zurückblicken und zwar auf - in den virtuellen Nähkreisen - das Ereignis im Januar, das AnNÄHerung Wochenende in Bielefeld. Die, die da waren, haben vereint Lobeshymnen gesungen und die, die nicht dabei sein konnten, waren alle, glaube ich, ein ganz kleines bisschen neidisch. Und das zu Recht. Das Treffen war ein voller Erfolg. Alex, Susi und Miriam haben tolle Arbeit geleistet, alles von Anfang an sehr gut geplant und organisiert und es wurde auch für mich ein wunderschönes, unvergessliches Wochenende. Ich hoffe wirklich sehr, dass weitere Treffen dieser Art folgen werden und freue mich, dass uns schon bald ein weiteres Ereignis in Bielefeld erwartet.
Das 4. Nähbloggerinnen Treffen, das nach drei Mal in Folge in Berlin diesmal in Bielefeld stattfinden wird, wurde bereits von den diesjährigen Organisatorinnen angekündigt.

Die meiste Zeit zwischen Freitag den 10.01. und Sonntag den 12.01. habe ich im Seminarraum an der Nähmaschine sitzend und/oder plaudernd verbracht .


Mit meinem Projekt bin ich dennoch ziemlich weit gekommen und habe das Kleid schon am Montag danach, noch im Wochenend-Nährausch sozusagen, beendet.






Zu dem Kleid muss ich unbedingt noch ein paar Worte schreiben. Im letzten Oktober, anlässlich eines Besuches zweier Bloggerinnen Monika und Tina, hat Frau Kreuzberger Nähte, die nicht nur ganz toll nähen und stricken kann, sondern auch ein wahres Organisationstalent ist, ein kleines Programm drumherum gestrickt. Am Freitag haben wir uns zuerst zu viert auf dem Maybachufermarkt getroffen. Ganze vier Stunden sind wir durch den Markt geschlendert und haben auch reichlich eingekauft. Der gelb-grau-gemusterte, flauschige Stoff (die Bilder geben es nicht gut wieder, aber aus diesem Stoff konnte man auch eine weiche, warme Decke nähen) war, glaube ich, das Krasseste, was man an diesem Tag auf dem Markt finden konnte. Keine Ahnung, warum ich gerade diesen Stoff, und das nicht zu knapp, gekauft habe, aber da ihn jetzt hatte, dachte ich mir, wäre doch schön, genau aus diesem Stoff an dem AnNÄHerung Wochenende etwas zu nähen. So ist die Idee zu diesem Kleid entstanden und es wird mich immer an die tollen Begegnungen erinnern.

Um dem gemütlich-rustikalen Touch dieses Stoffes ein bisschen entgegen zu wirken habe ich für das Rückenteil und die Ärmel einen schickeren Wollflanell gewählt. Als Schnittbasis hat mir ein Schnittmuster aus Meine Mode 04/2011 gedient, welches eigentlich New Look 6000 ist.


Ich habe das Modell 14 (New Look Version E) verwendet, es jedoch stark verändert. Und da ich in letzter Zeit immer weniger Sachen genau nach einem Schnittmuster nähe, denke ich immer öfter darüber nach, mich endlich tiefgehender mit der Schnittkonstruktion auseinandersetzen zu müssen. Allein die anfängliche Zeitinvestition ohne dass man etwas tragbares genäht bekommt hält mich noch davon ab, aber der Wunsch freier und Schnittmuster unabhängiger nähen zu können wird bei mir momentan immer größer.

Nun ja, zurück zur Realität. Die letzten drei Wochen habe ich überhaupt nichts genäht, dafür aber immer wieder die kurzen Pausen zwischendurch für das Lesen meiner vielen Blogs, Nähpläne machen und Stoffe kaufen (so schnell werden die guten Vorsätze gebrochen) genutzt. Dazu aber das nächste Mal mehr. Seid herzlich gegrüßt. Ich werde mich gleich an die Nähmaschine setzen oder zumindest das Seidenpapier rausholen.