Posts mit dem Label Kleid werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kleid werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Weihnachtskleid Sew Along 2020 - Ich will auch!

In letzter Zeit nähte ich wirklich wenig. Hin und wieder setzte ich mich an die Nähmaschine aber mehr aus Gewohnheit als aus Spaß an der Sache. Ist das der Herbstblues oder das seltsame, fast schon surreale Jahr ist daran Schuld, dass der Reiz des Nähens verblasst ist. Vielleicht ein bisschen von beiden. Tatsache ist, dass ich zum ersten Mal ernsthaft darüber nachgedacht habe, ob ich ein Weihnachtskleid (mit)nähen möchte. Lange hat es gedauert, aber letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich das Weihnachtskleid Sew Along nicht einfach nur reglos an mir vorbeiziehen lassen kann. Zu viele schöne Erinnerungen hängen damit zusammen und ich wünsche mir wirklich, dass die Tradition des gemeinsamen Nähens des Weihnachtsoutfits noch lange Jahre bestehen bleibt. 

Zwar ist die Hälfte des Sew-Along schon um aber bis Weihnachten sind es noch zwei Wochen, ein Kleid sollte in der Zeit zu schaffen sein. Wollt ihr mir nicht bei der Entscheidung helfen? Ich schwanke noch ein wenig, ob ich eins von den nicht fertiggewordenen Kleidern der letzten Sew-Alongs fertigstellen oder eine ganz neue Idee verfolgen soll. Das wären die Möglichkeiten:

~~~✴ Idee WKSA 2017 ✴~~~



Im Jahr 2017 habe ich mich in ein Kleid aus der Bottega Veneta Prefall 2016 Kollektion verguckt und plante mir ein ähnliches zu Weihnachten zu nähen. Nachdem ich jedoch vom Probemodell nicht ganz überzeugt war, habe ich mich kurzfristig umentschieden und ein ganz anderes Kleid genäht. Hier gibt es mehr Infos zu der Idee und den ersten Nähversuchen.

~~~✴ Idee WKSA 2019 ✴~~~



Im letzten Jahr habe ich ebenfalls ein Bottega Veneta Kleid ins Auge gefasst, das vom Stil jedoch ganz anderes war als das Kleid aus dem Jahr 2017. Leider bin ich auch hier nicht über das Probemodell hinausgegangen und das Sew-Along noch zwei Terminen abgebrochen. In den zwei Posts vom letzten Jahr findet ihr ein paar Gedanken, die ich mir schon über die mögliche Umsetzung gemacht habe.

~~~✴ Neue Idee ✴~~~



Eine dritte, vielleicht die sicherste Option wäre etwas Neues anzufangen. Schon seit Frühjahr steht ein Kleid auf meiner Nähliste, das ich in der Sommer 2020 Kollektion von Givenchy entdeckte und nachdem ich im Spätsommer einen geeigneten Pepita-Stoff, eine wirklich tolle Baumwoll-Seidenmischung, gefunden habe, geht mir das Kleid nicht aus dem Kopf. Einen geeigneten Schnitt hätte ich auch schon. Das Kleid 113 aus der Burda Style 2/2020 eignet sich, finde ich, sehr gut dafür. Man könnte fast sagen, das Givenchy Kleid diente als Inspiration für das Burda-Modell.


Die Zeit ist knapp, ich muss daher schnell eine Wahl treffen und mit dem Nähen beginnen. Was denkt ihr, für welches Kleid werde ich mich entscheiden: für das romantische Patchwork-Kleid, das glänzende Partykleid oder das klassische Hahnentritt-Modell? Welches Kleid wäre denn euer Favorit?


Mittwoch, 2. September 2020

MMM 09/2020 - Max Mara Inspiration und das Kielo Schnittmuster von Named

Langsam werden wir uns vom Sommer verabschieden müssen und ich möchte es nicht versäumen das Kleid zu zeigen, das ich in diesem Sommer am liebsten getragen habe. 





Vor einem Jahr sah ich bei Max Mara ein Kleid, das mich stark an das Kielo Wrap Dress von Named erinnerte. 

Links das Max Mara Kleid, rechts das Kielo Wrap Dress Schnittmuster

Da ich das Kielo Schnittmuster schon seit langem besitze und die Originalversion des Kleides - die vor zwei Jahren ein Teil meiner selbstgenähten Urlaubsgarderobe wurde - gerne trage, kam ich auf die Idee, dass ich versuchen könnte das Max Mara Kleid nachzunähen. Den Schnitt musste ich nicht mal stark abändern, das Foto unten zeigt grob die Änderungen, die ich vorgenommen habe.


Die Grundform konnte ich ohne Änderungen übernehmen. Ich habe das Schnittmuster von Maxi auf Knielänge gekürzt (1) und zwei senkrechte Schnittlinien hinzugefügt, die vom Armausschnitt unter den Armen bis zu der Seitennaht am Saum verlaufen (2). Die Wickelteile, die im Originalschnitt angeschnitten sind, habe ich leicht abgeändert. In der Taillenhöhe habe ich sie schmaler gemacht und unten verbreitet, damit das Kleid eine deutlicher ausgeprägte A-Linie behält. Die Teile wurden separat im Stoffbuch an der Seite zugeschnitten (3). An den neuen Nahtlinien sind Taschen hinzugekommen, wobei man in die Taschen nur dann bequem reingreifen kann, wenn das Kleid nach hinten gewickelt ist.

Das Kleid ist eins der Kleider, die im Rahmen meiner 4Wochen4Kleider Aktion, die am Anfang des Sommers stattfand, entstanden ist. Ich habe über die Aktion hier im Blog kurz berichtet. Anfangs habe ich geplant über die Fortschritte der Aktion zu bloggen, aber ganz anders als im Blog war überraschenderweise die Resonanz auf Instagram so groß, dass ich mit dem Nähen der Kleider und Managen der Aktion auf Instagram ziemlich ausgelastet war, und daraus letztendlich reine Instagram Aktion geworden ist.

Von den vier Kleidern, die ich während der Aktion genäht habe, habe ich dieses am meisten und am liebsten getragen. Ich nähe schon so lange Kleidung für mich und trotzdem kann ich es nicht vorhersehen und mir auch nicht immer erklären, warum einige Kleidungsstücke zu Lieblingen und andere nur selten getragen werden. Wie geht es euch diesbezüglich?

Ich vermute, dass ich es nicht schaffen werde die anderen drei Kleider jetzt noch im Blog zu zeigen. Das Wetter wird fürs Fotografieren wahrscheinlich nicht mehr warm genug sein und auch meine Gedanken kreisen schon zunehmend um die Herbstgarderobe. Ich denke aber, dass der heutige MeMadeMittwoch auf jeden Fall noch die Stimmung des warmen Augusts und einige Urlaubsimpressionen einfangen wird. Elke begrüßt uns schon mal gut gelaunt und schön gekleidet aus dem Urlaub!

Sonntag, 17. Mai 2020

Vier Wochen, vier Kleider - die Fortsetzung

Ihr erinnert euch mit Sicherheit nicht mehr an meine 4Wochen4Kleider Aktion.

Anfang Mai 2013 habe ich ein Gefühl gehabt mein Hobby braucht etwas mehr Fokus und habe beschlossen mich "meiner Sache" zu widmen und mir innerhalb von vier Wochen vier neue Kleider zu nähen. Mit mässigem Erfolg. Am Ende sind nur zwei fertig geworden, das dritte liegt immer noch unvollendet in irgendeiner Kiste - und wenn ich die Häkelkante hinbekommen würde, würde ich es immer noch anziehen wollen - und viertes habe ich damals nicht mal angefangen. Kaum zu glauben, dass seitdem sieben Jahre vergangen sind. Wie viel sich doch in der Zeit geändert hat. Die Nähblogs sind längst nicht mehr so populär und das meiste findet auf Instagram statt, es gibt so viele Nähmagazine und Indie-Schnittmuster, dass man unmöglich alles überschauen kann und vor allem sind Hosen oder Jumpsuits jetzt deutlich angesagter als Kleider, einst das Lieblingskleidungsstück der Hobbynäherinnen. Aber eins ist - zumindest bei mir - immer noch gleich geblieben. Zu viel Input, zu viele Ideen und ein ständiges Gefühl mit vielem nicht hinterherzukommen.

Mein Nähtreiben war in letzter Zeit so selten vom Erfolg gekrönt wie lange nicht mehr. Viele angefangenen Sachen und noch mehr Probleme. Mal eine katastrophale Passform, mal ein fehlendes Zutat, das besonders während der letzten Wochen nicht so problemlos wie sonst besorgen werden konnte. Die Tatsache ist, die Zahl der UFO-Kandidaten ist in dieser Zeit geradezu explodiert, aber darum werde ich mich ein andermal kümmern.

Jetzt brauche ich unbedingt etwas Neues, Schönes, Frisches, etwas was positive Energie in meinem Nähzimmer verbreitet. Der Sommer naht und die Sommerzeit ist für mich die ultimative Kleiderzeit! Darum möchte ich mich neuen Mutes an meine immer öfter zickende Nähmaschine setzen und mir in den nächsten Wochen Sommerkleider nähen. Ich starte erneut die Aktion


Keine großen Regeln, keine festen Termine. Die einzige Bedingung - es soll sich alles um Kleider drehen. Schaut zu oder macht mit! Eure Teilnahme würde mich natürlich sehr freuen!!! Ob ein Kleid, vier oder zehn - egal. Im Blog oder auf Instagram - egal.

Ich möchte an den vier folgenden Montagen auf Instagram kurz das Kleid vorstellen, welches ich in der Woche nähen werde. Das sollte zu schaffen sein ;). An den Sonntagen darauf würde ich gerne das fertige Kleid bzw. den aktuellen Stand zeigen. Ob nur auf Instagram oder auch hier im Blog, das entscheide ich spontan je nachdem, was zeitlich möglich wird. Solltet ihr mitmachen wollen, könnt ihr das gleich handhaben oder euch eigene Routine überlegen.

Auf Instagram wird dafür das Hashtag #4wochen4kleider2020 geben.
Diesen Post werde ich regelmässig um Links zu meinen Montags- und Sonntags-Instagram-Posts erweitern, so dass auch Interessierte ohne Instagram, wenn sie wollen, mein tun ein bisschen mitverfolgen können.

Und zum Schluß noch ein kleiner Einblick in meine Pläne. Diese Stoffe aus meinem Vorrat möchte ich den nächsten vier Wochen in Kleider umwandeln. Ich habe richtig Lust darauf! Und Ihr?


Mittwoch, 6. März 2019

MMM 03/2019 - Im Stella Shirt Dress (entspricht leider nicht ganz der Wahrheit)

Ich habe in diesem Jahr noch fast nichts für mich genäht. Anfang Januar ein neues Kleid, das mich nur mittelmäßig begeistert, dann gab es reichlich Nähzeit während der AnNÄHerung, leider entpuppten sich die Schnitte, die ich mir dafür ausgesucht habe, hier bei Instagram kurz gezeigt, als ein absoluter Reinfall. Sowohl die Hose als auch das Hemd, beide fast fertig, hüten seitdem ein Kleiderbügel dasein und ich überlege, wie ich die Sachen noch retten kann. Nach längerer Nähabstinenz habe ich kurzentschlossen letzte Woche beschlossen etwas Neues anzufangen und habe einen anderen Hosenschnitt ausprobiert, einen Ottobre Schnitt. Die Hose ist richtig gut geworden und am liebsten hätte ich sie heute gezeigt, nur in der Kürze habe ich nicht geschafft sie zu fotografieren. Daher muss ersatzweise etwas her, was schon fotografiert wurde. Hier ist also mein Stella Shirt Dress von Named, welches ich schon hier auf einem Baum hängend zeigte ;)






Gerade werden die Schnittmuster aus dem neuen Buch von Named rauf und runter genäht und die früheren Schnitte geraten ein wenig in Vergessenheit. Man sollte sie unbedingt wieder in Erinnerung zu bringen. Als die Earth Science Kollektion, bis jetzt übrigens die letzte reguläre Kollektion von Named, ganz frisch war, wurde das Kleid ganz oft genäht und auf Instagram unter den Hashtags #stellashirtdress, #stelladress, #namedstella findet man einige schöne Beispiele davon. Das Kleid hat sehr weite Raglanärmel, eine große Schluppe, ist weit geschnitten und hat Gummizug in der Taille. Die weite Form erfordert eigentlich keine Anpassungen und ist wirklich schnell genäht. Das Kleid ist sehr bequem und eignet sich wegen der weiten Schnittform auch gut für Sommertemperaturen. Einzig die Schluppe darf dann nicht so eng am Hals gebunden werden.

Ich habe eine leichte Viskose genommen, nicht ganz mein übliches Farbspektrum, aber der rauchblaue Grundton und die großen Kreise haben mich irgendwie fasziniert. Ich habe das Kleid im Februar letzten Jahres genäht. Es gab damals eine extreme Kältewelle und während draußen Minustemperaturen herrschten nähte ich das dünne Kleid und träumte vom Frühling und Sommer. Noch kann man nicht mit nackten Beinen spazieren gehen und die düsteren Fotos, die ich übrigens sehr mag - habt ihr eine Vermutung zu welcher Jahreszeit sie gemacht worden sind -, wecken beim Betrachten wahrscheinlich keine Frühlingsgefühle aber der Frühling steht vor der Tür. Höchste Zeit sich etwas Neues, Nettes zu nähen. Bestimmt liefert der heutige MeMadeMittwoch schon einige Inspirationen dazu.

Montag, 30. Juli 2018

Zurück im Online-Leben

Nach einer längeren Blogpause melde ich mich wieder zu Wort. Ich habe beschlossen nicht über die Grunde meiner Online-Abwesenheit zu schreiben. Sie sind für das Thema meines Blogs nicht relevant. Es ist normal, dass es im Leben eines Hobby-Bloggers immer wieder mal Zeitabschnitte gibt, in denen man privat oder beruflich stärker gefordert wird und für ein Hobby keine bzw. sehr wenig Zeit übrig bleibt. Tatsache ist, dass hinter mir anstrengende Monate liegen und ich mich immer noch ein wenig kraftlos fühle. Die Freude am Kleidermachen habe ich nicht verloren, aber die Bloggerroutine ist irgendwie weg. Vielleicht liegt es auch ein bisschen am allgemeinen Trend. Da wo ich früher gerne gelesen habe, wird kaum noch was geschrieben. Die Kennzeichnungspflicht von Werbung, neue Datenschutz-Grundverordnung, immer stärkere Instagram-Nutzung... Sind das die Gründe warum sich die Nähblogger im deutschsprachigen Raum so sehr zurückgezogen haben? Ich bedauere die Entwicklung sehr und will eigentlich nicht diesem Trend folgen. Die nächste Zeit wird zeigen, ob ich ins Bloggerleben noch zurückfinden werde.

Heute möchte ich mit einem kleinen und absolut nicht wetterkonformen Rückblick beginnen und zeigen was in der Zeit, in der ich nichts geschrieben habe, entstanden ist.



~~~~ Kleid Grace, La Maison Victor 4/2014 ~~~~


✂ Das Kleid Grace aus La Maison Victor 4/2014 habe ich noch vor Ostern genäht. Diese Ausgabe des Magazins gab es nur auf holländisch und französisch zu kaufen. Ich habe die französische Version direkt beim Herausgeber bestellt. Leider ist sie dort mittlerweile ausverkauft. Der Stoff lag schon länger in meinem Stofflager und wurde jetzt endlich verarbeitet. Bei der Schnittwahl hat mir euer Voting auf Instagram sehr geholfen. Herausgekommen ist ein perfektes Übergangskleid, das ich im Frühjahr viel getragen habe.

~~~~ Stella Shirt Dress, Named ~~~~


✂ Das nächste Projekt war das Stella Shirt Dress von Named. Obwohl ich für das Kleid eine sehr dünne Viskose genommen habe, habe ich es genäht als es draußen noch sehr kalt war. Den Schnitt mag ich sehr. Die weiten Raglanärmel und ein Gummizug in der Taille engen nicht ein und das Kleid trägt sich ganz bequem.

~~~~ Lempi Button Down Dress, Named ~~~~


✂ Nach der Stella gab es eine längere Nähpause. Das erste Projekt danach war wieder ein Named Schnitt. Diesmal das Lempi Button Down Dress aus der Evolution Theory Kollektion vom Herbst/Winter 2016. Genäht habe ich das Kleid aus dünnem Viskose-Woll-Crêpe in Schwarz. Der Schnitt gefällt mir sehr und ich möchte ihn unbedingt noch in einer anderen Farbe nähen. Im Vorrat habe ich dünnen, blassgrünen Leinenstoff, der sich vielleicht ganz gut eignen würde. Auch eine gemusterte Version könnte ich mir gut vorstellen.

~~~~ Kleid Wanda, La Maison Victor 5/2016 ~~~~


✂ Das letzte Kleid, das ich heute zeige, ist vor nicht allzu langer Zeit entstanden. Ich wurde von Bele->belekeck und Susi->alle-wuensche-werden-wahr zum gemeinsamen Nähen eingeladen. Es war ein toller und für mich auch ungewöhnlich produktiver Tag, der mir herrliche Stunden mit Nähfreundinnen und ein schönes Kleid beschert hat. Entstanden ist das Kleid Wanda aus La Maison Victor 5/2016. Interessanter Schnitt, bei dem ich jedoch ein wenig Bedenken hatte. Die breiten und langen Bindebänder, die um die Taille gewickelt werden, zaubern keine Wespentaille. Ich bin aber zufrieden. Mit einem kleinen Trick habe ich erreicht, dass sich die Bänder schön um die Taille legen. Dazu aber ein anderes Mal mehr.

In meiner Nähecke liegen noch drei weitere fast fertige Kleidungsstücke, alles Named Schnitte, ein zugeschnittenes Burda Kleid und ein halb fertiges Kleid, das ich wieder nach einer Designervorlage nähe. Bis auf ein Kleid, alles deutlich sommerlichere Kleidungsstücke wenn auch nichts, was für die momentan draussen herrschende Temperaturen vorbehaltslos geeignet wäre.

Als nächstes möchte ich aber den neuen Jumpsuit vorstellen, den kann man nämlich auch bei der jetzigen Hitze tragen. 😅

Mittwoch, 7. März 2018

MMM - Agate Pencil Dress - von Enttäuschung bis zu großer Begeisterung

Ich bin ein großer Fan des kleinen, finnischen Indi-Schnittmusterlabels Named. Das mag vielleicht auf den ersten Blick nicht ganz ersichtlich sein, denn in meinem Blog gibt es - den heutigen nicht eingerechnet - nur drei Posts mit dem Tag "Named" und ich selbst staunte unglaublich, als mir klar wurde, dass ich bis jetzt tatsächlich nur drei Named Schnitte genäht habe. Ich besitze nämlich sehr, sehr, sehr viele Schnittmuster von Named - ich schätze, 70-80% jeder Kollektion befindet sich in meinem Besitz. Auch die letzte Winterkollektion "Earth Science" habe ich sofort ins Herz geschlossen. Die Schnitte wie immer interessant, gut durchdacht und mit Liebe zum Detail entwickelt.

Heute möchte ich das Agate Pencil Dress zeigen, ein figurenbetonter Schnitt mit Kimonoärmeln. Dem Kleid sieht man gar nicht mehr an, dass es mich beim Nähen den letzten Nerv gekostet hat.




Das Agate Pencil Dress war eins der Kleider aus dieser Kollektion, das ich unbedingt nähen wollte. Natürlich am liebsten zweifarbig, um die besonderen Schnittlinien des Kleides richtig zur Geltung zu bringen. Bei jeder Gelegenheit habe ich Ausschau nach passendem Stoff oder passenden Stoffen gehalten, aber lange nichts gefunden. Bis es mich irgendwann im Oktober ganz zufällig in die Stoffabteilung von Karstadt verschlagen hat. Ich war sehr überrascht wieviele schöne Stoffe es dort gab. Ich hätte wirklich ganz viel nach Hause mitnehmen können, habe mich aber glücklicherweise auf drei Stoffe begrenzt. Einer wartet noch auf seine Bestimmung, einen habe ich in der letzten Runde der Aktion "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" zu einem Kleid verarbeitet und der dritte war von Anfang an für das Agate Kleid vorgesehen.



Ein sehr elastischer Baumwoll-Jacquard mit zwei "guten" Seiten. Volltreffer. Dass er vermutlich nicht weichfallend genug für diesen Schnitt war, habe ich erfolgreich verdrängt. Am nächsten freien Wochenende habe ich mich direkt ans Nähen gemacht. Schnitt kopiert, zugeschnitten und alles mit dem Heftstich der Nähmaschine zusammengenäht. Dann die erste Anprobe. Die finde ich immer besonders spannend. Glückstreffer oder Niete - alles ist offen. Leider fiel Agate in die zweite Kategorie. Das Ergebnis war sehr enttäuschend. Alles irgendwie zu groß. Besonders störend fand ich, dass vorne um dem Bauch herum zu viel Stoff war und das vordere Mittelteil stand ab, als würde sich bei dem Kleid um ein Modell für Schwangere handeln. Fairerweise muss ich zugeben, dass der Fehler weniger dem Schnitt, als vermutlich einer sehr unglücklichen Kombination aus falschem Stoff  und meiner Figur anzurechnen war. Diese Tatsache war mir aber kein Trost. Ich war frustriert, hatte keine Idee, wie ich den Stoffüberschuss an dieser Stelle wegbekommen soll und keine Lust mehr das Kleid weiter zu nähen. Die folgenden Wochen hängte es an der Garderobe und wurde sich wahrscheinlich noch immer dort befinden, wenn nicht während der AnNÄHerung in Bielefeld Claudia das Kleid anhaben würde. Sie sah toll in dem Kleid aus, und ihr Stoff war von der Beschaffenheit wirklich ganz ähnlich wie meiner. Sie hat ihrem Kleid eine Naht in der Taille spendiert und ich dachte mir sofort, dass das vielleicht auch eine Lösung für mich sein könnte.

Wieder zu Hause habe ich dann kurz entschlossen an einem Abend zur Schere gegriffen und das Kleid in der Taille durchgeschnitten. Jetzt konnte ich ähnlich einer Hohlkreuz Anpassung den überschüssigen Stoff vorne in der Taille wegnehmen. Dann habe ich das Kleid in der Schulter noch ein wenig enger gemacht und auch an der Seitennaht ein bisschen angepasst und schon passte es ganz gut. Das ordentliche Bügeln am Schluss hat sein übriges getan. Aus dem ursprünglichen Desaster ist ein schön anliegendes und Dank Elasthan auch sehr bequemes Kleid geworden. 


Es ist schon wieder auf den letzten Drücker, trotzdem freue ich mich sehr, dass ich es noch schaffe an dem März-MeMadeMittwoch teilzunehmen.


Donnerstag, 22. Februar 2018

Schluppe, Rüschen und ein witziges Katzenmuster

Seit einiger Zeit schon mache ich mir Gedanken darüber, dass ich deutlich mehr Unis brauche um ein wenig Ruhe in meinen sehr bunten Kleiderschrank zu bringen. Es ist nicht so, dass mir die Sachen, die ich habe, nicht gefallen. Eigentlich mag ich sogar fast jedes, meiner wild gemusterten Stücke. Nur eines sind sie wirklich nicht - kombinierfreudig. Da hängen Mäntel im Schrank, die sich mit keinem meiner Kleider vertragen und Kleider für die ich nichts zum Drüberziehen habe. Weil Kombipartner fehlen, werden viele der Sachen viel zu selten getragen. Fazit: Ich brauche wirklich dringend mehr einfarbige, kombifreundliche Stücke. Soweit die Theorie. Leider happert's noch an der Umsetzung.  In meinem beachtlichen Vorrat überwiegen gemusterte Stoffe und auch bei Neukäufen greife ich weiterhin öfter zu Mustern. So waren auch die zwei letzten Stoffe, die ich in 2017 gekauft habe, wieder gemustert. Beide musste ich unbedingt haben. Beide schon vernäht. Ein schwarzgrundiger Crêpe mit großen rosé-weißen Rosenblüten wollte unbedingt das Kleid Jewel aus La Maison Victor 6/2017 werden und die Viskose mit witzigem Katzen-Print hat geradezu nach dem Rüschen-Kleid 110 aus Burda 9/2017 geschrien.

Auf diese Weise statt über einen zurückhaltenden Neuzugang zu schwärmen zeige ich heute, mehr als drei Wochen später als versprochen, wieder mal ein wild gemustertes Kleid, das dazu noch eine Schluppe und einige Rüschen hat. Und nach dem Motto "mehr ist mehr" habe ich mich noch vor ein buntestes Haus weit und breit hingestellt um ein paar Fotos von dem Kleid zu machen. Nachhinein bin ich mir nicht ganz sicher, ob der lebhafte Hintergrund dem Kleid schmeichelt, aber egal... gemacht ist gemacht :).








Eigentlich ist das Kleid nicht schwierig zu nähen. Da es eher ein locker geschnittenes Modell ist, kommt es beim Anpassen nicht auf jeden Millimeter Zentimeter an. Trotzdem fand ich es an einigen Stellen gar nicht so einfach. Es ist ein Langgrößen Modell und groß bin ja wirklich nicht. Ich habe schon einige Langgrößenschnitte genäht und hab dann die Sachen, entgegen aller Empfehlungen, immer einfach am Saum gekürzt. Bei diesem Schnitt musste ich beim Kürzen ein wenig auf die Proportionen achten. Zuerst mal fand ich das Oberteil sehr kurz - alles was babydollmäßig kurz unter der Brust endet, mag ich nicht besonders -, also habe ich es um 2 cm verlängert. Die erste und zweite Rockbahn habe ich dagegen um 3 cm schmaler gemacht und dann noch einige Zentimeter am Saum weggenommen. Für mich war auch die Originallinie des Kleides zu sehr ausgestellt. Nur leider habe ich das erst bei der Anprobe festgestellt. Da waren die Rüschen schon dran und man konnte das Zuviel der Weite nicht einfach an den Seiten wegnehmen. Ich musste jede Rockbahn an den Seiten ein wenig trennen, enger machen, den Umfang der Rüschen anpassen und alles wieder zusammennähen. Das Kleid könnte an der Hüfte immer noch ein wenig enger liegen, aber das ganze Spielchen mache ich nicht noch mal.

Das Katzenmuster wird uns bestimmt noch des öfteren begegnen. Bei Frau Knopf habe ich es schon entdeckt und auch die fesche Lola hat ein Zwillingskleid. Den Schnitt in einem anderen Katzenprint zeigte Brigitte von Overluck bereits im letzten Herbst und auf den Post von Martina in dem Kleid warte ich auch sehr gespannt. Habt ihr vielleicht noch mehr entdeckt? Mir ist bestimmt etwas entgangen.

Trotz aller Freude über meine zwei letzten Kleider, hoffe ich tatsächlich hier demnächst auch das eine oder andere musterlose Stück zu zeigen. Wir lesen uns hoffentlich bald wieder.

Sonntag, 28. Januar 2018

Das Weihnachtskleid - Jewel aus La Maison Victor 6/2017

Es wird Zeit, dass ich hier endlich mein Weihnachtskleid zeige. Die Teilnahme am Finale des Weihnachtskleid Sew Alongs scheiterte diesmal an fehlenden Fotos. Das Kleid selbst war rechtzeitig fertig. Ich habe es sogar schon eine Woche vor Weihnachten ausgeführt in der Hoffnung ein paar weihnachtlich angehauchte Fotos machen zu können. Das Vorhaben ist missglückt. Keine brauchbare Idee, zu viele Leute, schlechtes Licht... Ein Weihnachtskleid schön (themenbezogen) in Szene zu setzten ist gar nicht so einfach.

Und dann kamen auch schon Weihnachten, die bei uns in diesem Jahr nicht gerade ruhig und besinnlich verlaufen sind. Küche unter Wasser am Heiligabend ist nicht gerade das, was man unter einem Traum-Weihnachtsabend versteht. "Im Weihnachtskleid unter der Spüle" könnte ebenso gut der Titel dieses Posts sein. Den 1. und 2. Weihnachtstag haben wir glücklicherweise ruhiger ohne weitere Zwischenfälle verbracht aber eine richtige Weihnachtsstimmung wollte sich bei mir nicht einstellen.

Nach Weihnachten habe ich dann kurz überlegt einen zweiten Versuch mit den weihnachtlichen Fotos zu starten, die Idee aber gleich wieder verworfen. Einen schönen, ganz ruhigen Ort zum Fotografieren haben wir letztendlich unweit unserer alten Wohnung gefunden. Der Tag war sonnig aber sehr kalt, daher musste alles sehr schnell gehen. Schon nach drei Minuten hatte ich rote Nase und blau unterlaufene Finger :)






Was man auf den Fotos sieht ist das Kleid Jewel aus der La Maison Victor 6/2017. In 2017 fühlte ich mich sehr oft zu Blumenmustern hingezogen (hier, hier und hier gibt es den Beweis dafür) und als ich in LMV das schwarzgrundige Blumenkleid sah, wollte ich unbedingt sofort ein ähnliches haben. Den passenden Stoff habe ich bei Buttinette gefunden, wo ich schon seit einiger Zeit gerne online shoppen gehe.

Zu dem Schnitt gibt es nicht viel zu sagen. Ich habe mich größtenteils an die Anleitung gehalten und erlebte keine bösen Überraschungen. An den Seiten musste ich das Kleid ein wenig enger machen. Ich finde, dass die LMV Schnitte immer recht großzügig ausfallen, wenn man sich an die Größenangaben in der Tabelle hält. Findet ihr das nicht auch? Vielleicht sollte ich demnächst auf eine Größe kleiner ausweichen.

Geändert habe ich nur die Ärmel. Der Schnitt hat kurze Ärmel und das finde ich für den Winter ein bisschen unpraktisch. Ein kurzärmliges Kleid würde man wahrscheinlich nie ohne ein Jäckchen tragen können. Ich habe die Ärmel zu einer dreiviertel Länge verlängert und mit Manschetten, wie bei einem Hemdblusenkleid, versehen. So kann ich das Kleid ich in behaglichen Räumen auch ohne etwas drüber tragen.



Zusammen mit dem Blumenstoff habe ich noch einen Stoff mit lustigem Katzenmuster bestellt. Auch dieser ist bereits vernäht und auch schon auf Instagram gezeigt. Auch Tragefotos sind schon gemacht worden, was heißt, im Laufe der nächsten Woche wird hier ein weiterer Post kommen.

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Weihnachtskleid Sew Along 2017 - Teil 3 - Der Zwischenstand

Die erträumte Kulisse für die Fotos meines Weihnachtskleides wäre letztes Wochenende vorhanden, aber von Fotosmachen bin ich noch weit entfernt. Ich habe nämlich mit dem Nähen noch gar nicht angefangen. Ich war so Feuer und Flame für das Bottega Veneta inspiriertes Kleid und im Moment bin ich mir überhaupt nicht sicher, ob mein -->Plan aufgehen wird.



Ich habe ein Probemodell des Schnitts aus der Burda 5/2009#126 genäht und passformtechnisch gab es fast nichts zu beanstanden. Nur leider kann ich mir irgendwie gar nicht vorstellen, wie das Kleid aussehen wird, wenn ich, wie geplant, die drei dafür vorgesehenen Stoffe miteinander kombiniere. Ich frage mich, ob das Original nicht von der besonderen Mischung der Stoffe lebt, den Farbnuancen und den durchdachten Schnittlinien. Und wird nicht das, was ich plane, aussehen wie gewollt und nicht gekonnt? Ich weiß es nicht und bin deswegen ziemlich unsicher.


Ich sehe die Unterschiede zwischen den Schnittlinien des Bottega Veneta Kleides und des Burda Schnitts. Ich würde gerne noch ein wenig mit dem Schnittmuster von Burda experimentieren, bevor ich entscheide, wie es weitergehen soll, aber so kurz vor Weihnachten habe ich nicht die nötige Ruhe dafür. Mein Kalender sagt, es gibt nur noch ganz wenige Zeitfenster, die ich für das Nähen des Weihnachtskleides nutzen kann. Ich muss effektiv sein. Aus diesem Grund überlege ich, ob es nicht Sinn macht noch schnell auf ein Alternativprojekt umzuswitchen.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich zwei Stoffe gekauft und hatte schon bestimmte Kleider im Sinn.

La Maison Victor 6/2017 Kleid Jewel

Burda 9/2017 Kleid 110

Ich denke beide wären relativ schnelle Projekte. Auf Instagram hat der Katzenstoff und der Burdaschnitt das Rennen gemacht. Aber vielleicht wäre der Blumenstoff ein wenig festlicher. Was meint ihr?

Wie man sieht, herrscht bei mir in diesem Jahr unerwartet ein Weihnachtskleidchaos. Wie weit die anderen Weihnachtskleidnäherinnen inzwischen sind, kann man auf dem MeMadeMittwoch Blog nachlesen.