Die Fotos sind alt, sehr alt. Das Kleid habe ich schon vor zwei Jahren genäht und beim Bloggertreffen in Köln ebenso vor zwei Jahren zum ersten Mal getragen. Fast im Anschluss an das Treffen sind die Fotos entstanden, der Post ist aus irgendeinem Grund ausgeblieben.
Letztes Wochenende trafen sich zum wiederholten Male die Nähbloggerinnen in Köln. Diese Treffen haben schon eine kleine Tradition, wie mittlerweile einige Ereignisse in der Nähbloggerwelt, die regelmässig online wie auch präsent stattfinden.
Wenn ich mich richtig erinnere wurde das erste Treffen von Constanze, Suschna und Catherine organisiert und fand im Jahr 2010 in Berlin im noch überschaubaren Kreis statt. Auch im nächsten Jahr gab es ein Treffen in Berlin und es fanden schon deutlich mehr Teilnehmerinnen zusammen. Ich war im November 2012 zum ersten Mal dabei und habe noch alles ganz gut in Erinnerung. Mein Blog war damals ganz jung und ich kannte persönlich keinen.
Nach den drei Treffen in Folge in Berlin fühlte sich das Berliner Organisationsteam ein wenig ausgepowert und es schien zuerst, dass es kein weiteres geben wird. Bis dann Anfang 2014 das Bielefelder Nähquartett die Organisation des nächsten Treffens übernahm. Das war eine großartige Idee! Im April gab es also nach einer eineinhalbjährigen Pause wieder ein spannendes und ereignisvolles Nähbloggerinnen Wochenende. Im 2015 wurden sogar zwei Treffen organisiert im Mai das Treffen in Leipzig und im November in Köln. Kurz nach dem Kölner Treffen hat Karin einen Rückblick-Post geschrieben, wo auch andere Posts verlinkt werden konnten. Solche Möglichkeit finde ich immer sehr schön. Nach einiger Zeit es ist wirklich nicht einfach herauszufinden, was über ein bestimmtes Thema geschrieben worden ist.
Auch das diesjährige Nähbloggerinnen Treffen war ein voller Erfolg. Tolle Location, perfekte Organisation, sehr, sehr nette Teilnehmerinnen (viele alte Bekannte aber auch neue Gesichter) und ein wundervolles Programm mit jeder Menge Highlights, die das Herz jeder Nähinteressierten höher schlagen lies. Ich möchte mich dafür bei den Organisatorinnen Antje, Bele, Brigitte, und Susi herzlich bedanken und auch Constanze, Elke und Sebastian ein Dankeschön für die tollen Workshops sagen. Das war wieder ein unvergessliches Wochenende und ich war unglaublich froh, wieder dabei sein zu können.
Nun aber zurück zu dem Kleid. Das Treffen am Wochenende hat mich an die Fotos und den halbfertigen Post erinnert. Da ich das Kleid sehr mag und seit zwei Jahren in der Herbst- und Winterzeit oft und gerne trage, fand ich, dass das Kleid es wirklich nicht verdient hat, unverbloggt zu bleiben.
Ich habe das Kleid mit einem Rest Viskose-Stretchfutter aus dem Bestand gefüttert. Die weiße Rückseite der Jerseystoffe mag ich überhaupt nicht. Diesmal, da das Vorderteil des Kleides etwas kürzer ist, stellte sie aber ein richtiges Problem dar. Ich musste mir eine Lösung überlegen. Ich hatte Angst, dass wenn ich den ganzen Rock verstürze, wird er aufgrund der unterschiedlichen Dehnbarkeit des Oberstoffs und des Futters möglicherweise nicht schön fallen. Ich habe das Problem folgendermaßen gelöst. Bei dem überwiegenden Teil des Rocks habe ich den Jersey und das Futter zusammen wie eine Stofflage verarbeitet - das verhindert meist zuversichtlich, dass der Jerseyrock immer länger wird. Nur der untere Teil des Rocks wurde mit einem Rest schwarzen Satinfutter verstürzt. Das Taillenband ist, so wie in der Anleitung vorgesehen, mit gleichem Jersey gedoppelt.
Mit der Verarbeitung des Kleides bin ich sehr zufrieden und mag das Tragegefühl wirklich sehr. Das Kleid ist bequem wie ein Jerseykleid, fühlt sich aber nicht, wie ein typisches Jerseykleid an. Für mich perfekt. Und ich liebe die grellen Farben auf dem dunklen Hintergrund. Erstaunlicherweise, sieht das Muster im Herbst wie ein Tarnmuster aus. Findet ihr das nicht auch?









