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Mittwoch, 2. September 2020

MMM 09/2020 - Max Mara Inspiration und das Kielo Schnittmuster von Named

Langsam werden wir uns vom Sommer verabschieden müssen und ich möchte es nicht versäumen das Kleid zu zeigen, das ich in diesem Sommer am liebsten getragen habe. 





Vor einem Jahr sah ich bei Max Mara ein Kleid, das mich stark an das Kielo Wrap Dress von Named erinnerte. 

Links das Max Mara Kleid, rechts das Kielo Wrap Dress Schnittmuster

Da ich das Kielo Schnittmuster schon seit langem besitze und die Originalversion des Kleides - die vor zwei Jahren ein Teil meiner selbstgenähten Urlaubsgarderobe wurde - gerne trage, kam ich auf die Idee, dass ich versuchen könnte das Max Mara Kleid nachzunähen. Den Schnitt musste ich nicht mal stark abändern, das Foto unten zeigt grob die Änderungen, die ich vorgenommen habe.


Die Grundform konnte ich ohne Änderungen übernehmen. Ich habe das Schnittmuster von Maxi auf Knielänge gekürzt (1) und zwei senkrechte Schnittlinien hinzugefügt, die vom Armausschnitt unter den Armen bis zu der Seitennaht am Saum verlaufen (2). Die Wickelteile, die im Originalschnitt angeschnitten sind, habe ich leicht abgeändert. In der Taillenhöhe habe ich sie schmaler gemacht und unten verbreitet, damit das Kleid eine deutlicher ausgeprägte A-Linie behält. Die Teile wurden separat im Stoffbuch an der Seite zugeschnitten (3). An den neuen Nahtlinien sind Taschen hinzugekommen, wobei man in die Taschen nur dann bequem reingreifen kann, wenn das Kleid nach hinten gewickelt ist.

Das Kleid ist eins der Kleider, die im Rahmen meiner 4Wochen4Kleider Aktion, die am Anfang des Sommers stattfand, entstanden ist. Ich habe über die Aktion hier im Blog kurz berichtet. Anfangs habe ich geplant über die Fortschritte der Aktion zu bloggen, aber ganz anders als im Blog war überraschenderweise die Resonanz auf Instagram so groß, dass ich mit dem Nähen der Kleider und Managen der Aktion auf Instagram ziemlich ausgelastet war, und daraus letztendlich reine Instagram Aktion geworden ist.

Von den vier Kleidern, die ich während der Aktion genäht habe, habe ich dieses am meisten und am liebsten getragen. Ich nähe schon so lange Kleidung für mich und trotzdem kann ich es nicht vorhersehen und mir auch nicht immer erklären, warum einige Kleidungsstücke zu Lieblingen und andere nur selten getragen werden. Wie geht es euch diesbezüglich?

Ich vermute, dass ich es nicht schaffen werde die anderen drei Kleider jetzt noch im Blog zu zeigen. Das Wetter wird fürs Fotografieren wahrscheinlich nicht mehr warm genug sein und auch meine Gedanken kreisen schon zunehmend um die Herbstgarderobe. Ich denke aber, dass der heutige MeMadeMittwoch auf jeden Fall noch die Stimmung des warmen Augusts und einige Urlaubsimpressionen einfangen wird. Elke begrüßt uns schon mal gut gelaunt und schön gekleidet aus dem Urlaub!

Mittwoch, 4. März 2015

MMM - vom Frühling ist noch nicht viel zu erkennen

Letzte Woche gab es schon einige schöne, sonnige Tage und wenn man genauer hinschaut entdeckt man, dass die Natur langsam aus dem Winterschlaf erwacht. Auf meinen Fotos sieht man davon noch nichts. Obwohl sie gestern entstanden sind, könnten sie genauso gut im Oktober gemacht werden. Nur im Oktober war mein Herbstmantel, den ich hier heute zeigen möchte, noch nicht fertig.





So wie man jetzt nicht mehr erwarten kann aus den dicken Winterklamotten rauszukommen, freut man sich im Herbst über jeden weiteren Tag, wo noch die Übergangskleidung getragen werden kann. So ein gemütlicher Herbstmantel fehlte in meinem Kleiderschrank und so habe ich mich auf der Suche nach Inspirationen durch die Herbst/Winter-Kollektionen der bekannten Modehäuser geklickt. Immer wieder stelle ich fest, dass mir die italienische Mode besonders gefällt. Ich mag die ungewöhnlichen und ausgefallenen Ideen der Miuccia Prada ebenso sehr, wie die puristische Linie von Max Mara oder Jil Sander. Schon vor zwei Jahren habe ich mir einen Max Mara inspirierten Wintermantel genäht und auch diesmal bin ich bei Max Mara hängen geblieben. Der Materialmix, die wolligen Karostoffe, die graubraunen Töne kombiniert mit Gold haben mir sehr gut gefallen. Besonders ein Mantel weckte meine Begierde und ich wurde schnell mit der DasKannIchNähen Bazille infiziert.

Bildquelle: Max Mara, links - runway HW14/15, rechts - Onlineshop
 Alle benötigten Stoffe habe ich bei Hüco gefunden. Obwohl ich Stoffe auch gerne online bestelle, war ich diesmal sehr froh, dass ich alles in einem Laden kaufen konnte. Auf diese Weise war ich sofort sicher, dass die Stoffe gut zueinander passen und habe mir das Zuschicken der Muster und mühselige Zusammenstellen erspart. Deutlich weniger Glück hatte ich mit der Wahl des Schnittmusters, was auch der Grund dafür war, dass der Mantel erst im November fertig wurde. Zuerst habe ich das Schnittmuster 107 aus der Burda 11/2013 ausprobiert.

Bildquelle: Burdastyle
Vom Foto her fand ich, dass das Burda Modell dem Max Mara Mantel sehr ähnelt, aber ein in Gr. 38 genähtes Probemodell lies mich verzweifeln. Die Jacke war riesig und die Ärmel so weit, dass sie mir bis zur Taille reichten. Ich war auch nicht mehr von der Raglanärmel-Variante überzeugt und habe angefangen nach einem neuen Schnittmuster zu suchen. Ich konnte nichts 100%ig Passendes finden und habe mich letztendlich für einen Einzelschnitt entschieden, Burda 7028, den ich als Download gekauft habe. Ganz glücklich wurde ich auch mit dieser Wahl nicht.

Bildquelle: Burdastyle
Diesmal mein Fehler. Die Schnittlinien dieses Modells finde ich sehr schön - trotzdem möchte ich warnen, dass auch dieser Mantel sehr groß ausfällt - und gerne würde ich genau nach diesem Schnitt genähten Mantel sehen, nur um meinen Inspirationsmantel nachzunähen eignete sich der Schnitt weniger. Was ich vorher nicht wissen konnte: die o-förmige Linie des Mantels wird bei diesem Schnitt nicht nur durch die geschwungenen Seitennähte gebildet, sondern auch durch die Rundung der hinteren Mittelnaht und die Abnäher vorne. Folglich war auch die waagerechte Teilungsnaht nicht gerade, was mit meinem Karostoff überhaupt nicht korrespondiert hat. Ich musste an dem Schnitt wirklich viel ändern.




Das war viel Arbeit aber sie hat sich gelohnt. Ich bin mit dem Endergebnis sehr zufrieden. Ich mag den Mantel sehr gerne und konnte ihn im November, der zum Glück nicht sehr kalt war, noch ausgiebig tragen. Und auch jetzt im Frühling ziehe ich ihn sehr gerne an, obwohl - hier will ich nicht lügen - meine Gedanken schon um viel leichtere und farbenfrohere Frühlingsgarderobe kreisen. Ideen habe ich viele, nur leider bis jetzt kaum Zeit um sie zu realisieren.

Ich bin zurzeit noch sehr düster angezogen aber schaut euch um, welche selbstgenähte Kleidung die MMM-Gemeinde zu dieser Jahreszeit am liebsten trägt. Ich habe dort schon einige Frühlingsboten entdeckt!

Bevor ich mir die heutigen MMM-Posts genauer anschaue, möchte ich mich noch bei euch für das Feedback und die vielen, netten Kommentare zu meinen letzten zwei Posts herzlich bedanken. Auch wenn ich - in letzter Zeit meistens aus Zeitmangel - nicht immer oder nicht sofort antworte, freue ich mich über jeden einzelnen Kommentar sehr.