Es wird Zeit, dass ich hier endlich mein Weihnachtskleid zeige. Die Teilnahme am Finale des Weihnachtskleid Sew Alongs scheiterte diesmal an fehlenden Fotos. Das Kleid selbst war rechtzeitig fertig. Ich habe es sogar schon eine Woche vor Weihnachten ausgeführt in der Hoffnung ein paar weihnachtlich angehauchte Fotos machen zu können. Das Vorhaben ist missglückt. Keine brauchbare Idee, zu viele Leute, schlechtes Licht... Ein Weihnachtskleid schön (themenbezogen) in Szene zu setzten ist gar nicht so einfach.
Und dann kamen auch schon Weihnachten, die bei uns in diesem Jahr nicht gerade ruhig und besinnlich verlaufen sind. Küche unter Wasser am Heiligabend ist nicht gerade das, was man unter einem Traum-Weihnachtsabend versteht. "Im Weihnachtskleid unter der Spüle" könnte ebenso gut der Titel dieses Posts sein. Den 1. und 2. Weihnachtstag haben wir glücklicherweise ruhiger ohne weitere Zwischenfälle verbracht aber eine richtige Weihnachtsstimmung wollte sich bei mir nicht einstellen.
Nach Weihnachten habe ich dann kurz überlegt einen zweiten Versuch mit den weihnachtlichen Fotos zu starten, die Idee aber gleich wieder verworfen. Einen schönen, ganz ruhigen Ort zum Fotografieren haben wir letztendlich unweit unserer alten Wohnung gefunden. Der Tag war sonnig aber sehr kalt, daher musste alles sehr schnell gehen. Schon nach drei Minuten hatte ich rote Nase und blau unterlaufene Finger :)
Was man auf den Fotos sieht ist das Kleid Jewel aus der La Maison Victor 6/2017. In 2017 fühlte ich mich sehr oft zu Blumenmustern hingezogen (hier, hier und hier gibt es den Beweis dafür) und als ich in LMV das schwarzgrundige Blumenkleid sah, wollte ich unbedingt sofort ein ähnliches haben. Den passenden Stoff habe ich bei Buttinette gefunden, wo ich schon seit einiger Zeit gerne online shoppen gehe.
Zu dem Schnitt gibt es nicht viel zu sagen. Ich habe mich größtenteils an die Anleitung gehalten und erlebte keine bösen Überraschungen. An den Seiten musste ich das Kleid ein wenig enger machen. Ich finde, dass die LMV Schnitte immer recht großzügig ausfallen, wenn man sich an die Größenangaben in der Tabelle hält. Findet ihr das nicht auch? Vielleicht sollte ich demnächst auf eine Größe kleiner ausweichen.
Geändert habe ich nur die Ärmel. Der Schnitt hat kurze Ärmel und das finde ich für den Winter ein bisschen unpraktisch. Ein kurzärmliges Kleid würde man wahrscheinlich nie ohne ein Jäckchen tragen können. Ich habe die Ärmel zu einer dreiviertel Länge verlängert und mit Manschetten, wie bei einem Hemdblusenkleid, versehen. So kann ich das Kleid ich in behaglichen Räumen auch ohne etwas drüber tragen.
Zusammen mit dem Blumenstoff habe ich noch einen Stoff mit lustigem Katzenmuster bestellt. Auch dieser ist bereits vernäht und auch schon auf Instagram gezeigt. Auch Tragefotos sind schon gemacht worden, was heißt, im Laufe der nächsten Woche wird hier ein weiterer Post kommen.
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Sonntag, 28. Januar 2018
Mittwoch, 10. Mai 2017
MMM, Blumen, Erdbeeren und ein neues Lieblingskleid
Auch wenn es sehr passend wäre, konnte ich an dem Mottotag letze Woche das Blumenkleid nicht zeigen, weil es vor einer Woche schlicht und einfach das Kleid noch nicht gab. Die Aktion "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank", die Monika und ich seit Anfang des Jahres betreuen, macht mir sehr viel Spaß, - und ich freue mich schon auf die nächste Runde, die am 15.05. startet - aber das Nähen ist meistens mit mehr Überlegung, Anpassung der Schnittmuster und im Allgemeinen mit mehr Aufwand verbunden. Nachdem die zweite Runde abgeschlossen war, verspürte ich plötzlich große Lust auf ein unkompliziertes Projekt und griff zu einem Schnittmuster aus La Maison Victor.
Ich mag LMV-Schnitte sehr und ich habe schon einige genäht. Im Blog habe ich bereits die Hose Milly, die Kleider Hanna, May und Ivy die Bluse Pam, und das Männerhemd Cliff vorgestellt und auf dem Instagram zeigte ich das Kleid Kyoto und drei Kinderschnitte: das Kleid Lucy und die Weste Indiana und die Babyhose Dalton.
Diesmal fiel meine Wahl auf das Kleid Lora aus der Ausgabe 5/2015. Das Schnittmuster stand schon lange auf meiner Nähliste aber Ninas graue und rote Version brachte Lora sofort auf die Listenspitze. Ein geeigneter Stoff fand sich glücklicherweise in meinem Stofflager und nach zwei Nähabenden war das Kleid fertig. Ich glaube, das war mein schnellstes Nähprojekt. Das ist zum einen dem Stoff zu verdanken, einem sehr dehnbarem Baumwolljacquard, der sich sehr gut nähte und keine große Passformanpassungen erforderte. Trotz der körpernahen Form des Kleides, ist der Stoff so stretchig, dass ich sogar auf den Reißverschluss verzichten konnte. Zum anderen profitierte ich enorm von den Erfahrungen anderer. Schon vor langer Zeit probierte Susanne diesen Schnitt aus und stellte fest, dass der Rock des Kleides sehr klein ausfällt. So schnitt ich das Kleid mit größeren seitlichen Nahtzugaben zu und konnte es dann leicht an der Seitenlinie anpassen. Obwohl die Schnittmusterbögen von LMV nicht zu den übersichtlichsten gehören, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich beim Abpausen keinen Fehler gemacht habe. Trotzdem waren die Rockteile, nachdem man sie in Falten gelegt hat, an den Seiten um ca. 1cm schmaler als die entsprechenden Oberteile. Hier ist also Vorsicht geboten. Ansonsten habe ich keine weiteren Kritikpunkte. Die Taschen sind vielleicht einen Ticken zu klein, darüber hat auch schon Katharina geklagt, dafür sind sie sehr interessant konstruiert und liegen sehr schön - keine Selbstverständlichkeit bei seitlichen Eingriffstaschen dieser Art.
Das schöne Wetter am Wochenende nutzte ich sofort um das Kleid zum ersten Mal auszuführen und was soll ich sagen, ich liebe es schon jetzt. Es ist bequem wie ein Pyjama und hat großes Potential, ein regelrechter Dauerrenner zu werden. Zusammen mit meinem Mann haben wir einen schönen Spaziergang zu Erdbeerfeldern unternommen und nachdem uns drei wildgepflügten Erdbeeren geschmacklich sehr überzeugt haben, sind wir nach Hause mit einem Kilo leckersten, süßen Erdbeeren zurückgekehrt. Das war ein sehr schöner Tag und ich bin meinem Mann sehr dankbar dafür, dass er immer gerne meine neusten Näherzeugnisse fotografiert.
Es ist schön heute wieder alle MeMadeMittwoch Teilnehmerinnen begrüßen zu können und dort mein neustes Kleid vorzustellen. Dort stellt auch die heutige Gastgeberin Nina ein neues Kleid eines kleinen französischen mir bis jetzt unbekannten Labels. Wer weiß, vielleicht mein nächstes Lieblingskleid...
Samstag, 20. Juli 2013
Bunt, bunter, mein neues Blüschen
Der Rock, den ich im letzten Post schon kurz erwähnt habe, wartet immer noch auf den Saum, dafür ist bereits am letzten Wochenende zum Rock passendes Top entstanden.
Ich muss euch unbedingt die Story von dem Stoffkauf erzählen. Ich habe den Stoff (Seide laut Verkäufer, wobei man den Verkäufern am Markt nicht immer glauben darf) am Maybachufer für 6€/m gekauft. Da ich an diesem Tag auf der Suche nach einem speziellen Futter war, bin
ich nach dem Marktbesuch noch zu idee. Creativmarkt im KaDeWe gefahren. Und ihr werdet es nicht glauben, dort habe ich den
gleichen Stoff entdeckt, allerdings zu einem Meterpreis von 38€!
Für das bunte, wilde Blumenmuster wollte ich einen simplen Schnitt. Im Kopf hatte ich ein luftiges Blüschen mit kurzen Kimonoärmeln. Trotzt einer umfangreichen Schnittmustersammlung habe ich leider in meinem Fundus keinen solchen Schnitt in meiner Größe gefunden. Das einzige was ich gefunden habe, war ein La mia Boutique Schnitt (Bluse 628 - LMB 6/2012) in den italienischen Größen 46 bis 52.
Es blieb mir nichts anderes übrig als den Schnitt um zwei Größen zu verkleinern, was allerdings bei diesem unkomplizierten Schnitt nicht besonders schwierig war. Interessant ist aber, dass jedes La mia Boutique Heft eine kurze anschauliche Anleitung enthält, nach der man auch kompliziertere Schnitte relativ einfach gradieren kann.
Vielleicht denkt jetzt die eine oder andere, warum die Mühe mit Abpausen und Gradieren, wenn man sich so einen einfachen Schnitt auch alleine basteln kann. Das stimmt, aber sogar hier soll einiges beachtet werden. Wichtig ist z.B. dass das Rückenteil ein bisschen länger als das Vorderteil konstruiert wird. Macht man das nicht, rutscht das fertige Oberteil beim Tragen vorne ständig hoch.
Ich bin froh, dass ich mich für das Schnittmuster entschieden habe. Die Passform war wirklich gut und so bin ich zu einem guten Basisschnitt gekommen, den ich immer verwenden kann, wenn mir nach schnellem Erfolg zwischendurch ist :).
Da ich die Bluse ohne sichtbare Nähte nähen wollte, habe ich den Ausschnitt nicht wie das Schnittmuster es vorsah mit Schrägband sondern mit selbst konstruierten Belegen versäubert (ha, ha genau andersrum als Frau bunte kleider ihr schönes Blüten-Parfait genäht hat) und den Saum und die Ärmelsäume mit (fast) unsichtbaren Stichen von Hand angenäht.
Heute noch wird der Rock gesäumt und ganz bald werde ich beides angezogen zeigen. Habt noch ein schönes Wochenende.
Für das bunte, wilde Blumenmuster wollte ich einen simplen Schnitt. Im Kopf hatte ich ein luftiges Blüschen mit kurzen Kimonoärmeln. Trotzt einer umfangreichen Schnittmustersammlung habe ich leider in meinem Fundus keinen solchen Schnitt in meiner Größe gefunden. Das einzige was ich gefunden habe, war ein La mia Boutique Schnitt (Bluse 628 - LMB 6/2012) in den italienischen Größen 46 bis 52.
Es blieb mir nichts anderes übrig als den Schnitt um zwei Größen zu verkleinern, was allerdings bei diesem unkomplizierten Schnitt nicht besonders schwierig war. Interessant ist aber, dass jedes La mia Boutique Heft eine kurze anschauliche Anleitung enthält, nach der man auch kompliziertere Schnitte relativ einfach gradieren kann.
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Vielleicht denkt jetzt die eine oder andere, warum die Mühe mit Abpausen und Gradieren, wenn man sich so einen einfachen Schnitt auch alleine basteln kann. Das stimmt, aber sogar hier soll einiges beachtet werden. Wichtig ist z.B. dass das Rückenteil ein bisschen länger als das Vorderteil konstruiert wird. Macht man das nicht, rutscht das fertige Oberteil beim Tragen vorne ständig hoch.
Ich bin froh, dass ich mich für das Schnittmuster entschieden habe. Die Passform war wirklich gut und so bin ich zu einem guten Basisschnitt gekommen, den ich immer verwenden kann, wenn mir nach schnellem Erfolg zwischendurch ist :).
Da ich die Bluse ohne sichtbare Nähte nähen wollte, habe ich den Ausschnitt nicht wie das Schnittmuster es vorsah mit Schrägband sondern mit selbst konstruierten Belegen versäubert (ha, ha genau andersrum als Frau bunte kleider ihr schönes Blüten-Parfait genäht hat) und den Saum und die Ärmelsäume mit (fast) unsichtbaren Stichen von Hand angenäht.
Heute noch wird der Rock gesäumt und ganz bald werde ich beides angezogen zeigen. Habt noch ein schönes Wochenende.
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